Glossar Mediation

Fachbegriffe aus dem Spektrum der Mediation.

Wer sich zum ersten Mal mit dem Thema Mediation auseinandersetzt, wird häufig mit Begriffen aus dem juristischen Bereich konfrontiert. Ich möchte Sie jedoch nicht mit Fachbegriffen beeindrucken, sondern wünschen mir, dass Sie die Inhalte unserer Webseite auch verstehen. Dennoch gibt es Begriffe, bei denen ich der Meinung bin, dass ich sie zum besseren Verständnis noch einmal erläutern sollte. Ich hoffe sehr, dass Sie sich von meinem FAQ-Bereich – den ich im Übrigen kontinuierlich weiter ausbauen werde – motivieren lassen, sich noch detaillierter mit der Mediation zu befassen.

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BegriffDefinition
Supervision

Im angelsächsischen Sprachraum steht die Supervision für eine Anleitung und Aufsicht durch einen Vorgesetzten. In Deutschland wird mit der Supervision allerdings eher eine fachliche Reflexion des beruflichen Handelns durch externe und geschulte Fachkundige bezeichnet, die nicht selbst mit dem Sachverhalt beteiligt sind und auch sonst keine Verbindungen zu den Klienten haben.

Die Supervision ist als eine Art der Beratung zu betrachten, bei der einzelne Personen oder Teams ihre eigene Arbeitsweise untersuchen und kritisch analysieren lassen können, um später potenzielle Veränderungen einzuleiten. Der Supervisor ist dabei eine entsprechend fachkundige Person, die ansonsten nichts mit dem Geschehen zu tun hat. Der Supervisor unterbreitet eigene Lösungsvorschläge, was die Supervision von der Mediation unterscheidet. Bei der Mediation obliegt es den Medianden, eine Konfliktlösung zu finden. Der Mediator macht keine Vorschläge, wie der Konflikt aus der Welt geschafft werden könnte, um die Nachhaltigkeit der Mediationsvereinbarung nicht zu gefährden.

Eine Supervision wird zur Professionalisierung von beruflichen Handlungen genutzt. Sie soll dabei als Prozess der Erkennung, des Lernens und des Verstehens anerkannt werden. Durch die Supervision soll die eigene Rolle in Bezug auf das berufliche Handeln gefunden und akzeptiert werden. Sie dient der Entwicklung von Durchsetzungsfähigkeit sowie Stärke und hilft, Belastungen im beruflichen Alltag zu bewältigen. Außerdem lassen sich durch Supervision neue Perspektiven in schwierigen Situationen aufzeigen, Arbeitsprozesse sowie Arbeitsbeziehungen optimieren und nicht zuletzt auch die Lösung von offenen oder verdeckten Konflikten einleiten. 

Streitmittler

Nach dem VSBG (Verbraucherstreitbeilegungsgesetz) ist der Streitmittler der das jeweilige Verfahren durchführende Dritte. Nach der ADR-Richtlinie wird er auch als natürliche Person, die mit der alternativen Streitbeilegung betraut wird, bezeichnet.

Bei Verbraucherstreitigkeiten kommen mehrere alternative Streitbeilegungsverfahren in Betracht, die von Streitmittlern als neutrale Dritte durchgeführt werden. Streitmittler können also gleichzeitig auch Mediatoren, Schlichter, Ombudsmänner, Ombudsfrauen oder Vermittler sein.

Streitmittler in Verbraucherschlichtungsstellen

In Verbraucherschlichtungsstellen ist der Streitmittler das ausführende Organ und die Person, die bei der außergerichtlichen Streitbeilegung für das faire und unparteiische Verfahren verantwortlich ist. Er trägt die Entscheidung darüber, ob ein Verfahren durchzuführen, abzulehnen oder zu beenden ist. Der Streitmittler ist nach § 19 VSBG auch derjenige, der den Schlichtungsspruch unterbreitet. Er hat seine Entscheidungen jedoch immer im Kontext des Verbraucherrechts zu treffen, weshalb er zwingend über die erforderlichen Rechtskenntnisse verfügen muss.

Auch der Streitmittler unterliegt – wie der Mediator – dem Gebot der Unparteilichkeit, Neutralität und der Unabhängigkeit. Streitmittler sind jedoch nicht ermächtigt, verbindliche Entscheidungen zu füllen. Sie unterbreiten lediglich Vorschläge zur Streitbeilegung.

Spiegeln

Konflikte entstehen, weil Menschen nicht mehr miteinander kommunizieren oder aber, weil sie zwar kommunizieren, sich aber nicht verstehen. Dass der sogenannte Empfänger das „Gesendete“ oder „Vermittelte“ versteht, gilt jedoch als Schlüssel zur Konfliktlösung in einem Streitgespräch. Deshalb stützt sich die Mediation auf Kommunikation in allen Facetten. Mediatoren bedienen sich bei der Mediation verschiedener Techniken. Hierzu gehört mitunter auch das Spiegeln.

Beim Spiegeln greift der Mediator das Gesagte auf. Mit Spiegelungen wie „Sie sind also der Meinung, dass …“ oder „Sie sind ärgerlich, weil … und Ihnen … wichtig ist“ geht der Mediator auch auf mögliche Emotionen und Bedürfnisse ein. Sinn und Zweck des Spiegelns ist einerseits die Würdigung der Inhalte, die ein Gesprächsteilnehmer von sich gegeben hat. Auf der anderen Seite kann sich der Mediator durch das Spiegeln aber auch rückversichern, ob er verstanden hat, was der Gesprächsteilnehmer nun wirklich denkt, fühlt und sich wünscht.

Beim Spiegeln oder Paraphrasieren gibt der Mediator den Gesprächsinhalt mit eigenen Worten wieder, um das Gesagte für alle Beteiligten richtig ankommen zu lassen, damit Verständnis entsteht. Das Spiegeln dient also auch dazu, potenzielle Missverständnisse zu entlarven und Aussagen so lange zu wiederholen, bis sie wirklich von allen verstanden werden. Wiedergegeben werden die Inhalte eines Gesprächs beim Spiegeln jedoch ohne jegliche Wertung oder Bewertung. Es wird nicht stereotyp gespiegelt, sondern die wesentlichen Inhalte wiederholt, damit andere Gesprächsteilnehmer nicht den Eindruck erhalten, dass der ursprüngliche Redner nicht in der Lage ist, sich richtig auszudrücken.

Spiegeln wird in der Mediation häufig mit Pendeln kombiniert. Beim Spiegeln geht es darum, das Gesagte aufzunehmen und zu verstehen. Zu diesem Zweck bedienen sich die Gesprächsteilnehmer des aktiven Zuhörens. Nach dem Spiegeln kann der Mediator dann zur anderen Gesprächspartei pendeln, um sich beim Spiegeln direkt an den richtigen Adressaten zu richten. Dies trägt dazu bei, dass Streitinhalte und Beweggründe von allen Beteiligten besser verstanden werden. Haben alle den Konflikt auf empathischer und sachlicher Ebene verstanden, kann nach kreativen Konfliktlösungen und damit nach der für die Mediation typischen Win-Win-Situation gesucht werden.

Synonyme - paraphrasieren
Schlichtung

Eine Schlichtung ist eine außergerichtliche Streitbeilegung durch einen von neutraler Stelle vorgeschlagenen Kompromiss, der von beiden Konfliktparteien akzeptiert wird. Ein im Sinne der Mediation geführtes Schlichtungsverfahren hat im Gegensatz zum Gerichtsprozess den Vorteil, dass die Konfliktparteien den Schlichtungsverlauf mit Hilfe des Mediators selbst bestimmen können. Offizielle Schlichtungsverfahren werden vor Gütestellen durchgeführt.

In der Schlichtung werden Methoden aus der Mediation eingesetzt, um die Verhandlungen zu unterstützen. Eine Abgrenzung zur Mediation erfolgt dadurch, dass der Schlichter Ergebnisvorschläge unterbreitet, Sachverhalte bewertet und die Rechtslage erörtert. In der Mediation fördert der Mediator methodisch und systematisch die Kommunikation und die Klärung der Interessen mit dem Ziel, dass die Parteien selbst eine Lösungsoption für den Konflikt entwickeln. In einigen Bundesländern werden Mediatoren von der Regierung als Gütestelle anerkannt mit den Befugnissen für eine Schlichtung ausgestattet. Schlichtungen werden häufig in Tarifverhandlungen, im Familienrecht und anderen Rechtsgebieten, in denen sich zwei Parteien nicht auf eine vertragliche Regelung einigen können, eingesetzt.

Siehe auch https://www.streitvermittler-mediator.de/mediation/schlichtungsverfahren.html.

 

Synonyme - Versöhnung, Einigkeit, Aussöhnung, Beilegung, Mittelweg, Schlichtung, Vergleich
Schiedsverfahren

Ein Schiedsverfahren ist die außergerichtliche Beilegung eines Rechtsstreits durch Schlichtung oder Urteil. Unterschieden werden muss zwischen Schiedsverfahren vor ehrenamtlichen Friedensrichtern bzw. Schiedspersonen, Schiedsverfahren vor staatlich anerkannten Schieds- und Gütestellen sowie Verfahren vor privaten Schiedsgerichten. Schiedsverfahren wegen Streitigkeiten in Bezug auf Vereine und Verbände werden häufig auch vor öffentlichen Schlichtungsstellen geführt.

Schiedsverfahren vor dem Schiedsgericht

Durch die in 2002 durchgeführte Reform der ZPO (Zivilprozessordnung) wurden die Bundesländer in vielen Fällen ermächtigt, vor Klageerhebung ein außergerichtliches Güteverfahren vorzuschreiben. Geschieht dies nicht, wird eine Klage abgewiesen. Die jeweiligen Regelungen unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland.

Nichtstaatliche Schiedsgerichte können als eine Form von privaten Zivilgerichten betrachtet werden. Besteht zwischen zwei Parteien eine Schiedsvereinbarung, wird dadurch der klassische Gerichtsweg ausgeschlossen. Die Streitigkeit wird dann durch den Schiedsspruch entschieden, der an die Stelle des Urteils tritt. Der Schiedsspruch ist bindend und kann vollstreckt werden. Im Gegensatz zum normalen Gerichtsverfahren gibt es beim Schiedsverfahren nur eine Instanz, wobei bei Verfahrensverstößen das zuständige Oberlandesgericht den Schiedsspruch aufheben kann.

Schiedsverfahren vor der Gütestelle

Von der Justizverwaltung eingerichtete Gütestellen können sowohl vor Anhängigkeit eines Rechtsstreits als auch während der Verhandlungsphase angerufen werden. Informationen über Verfahrensmethodik und Kosten werden in der jeweiligen Güteordnung festgelegt. Staatliche Gütestellen werden von Sachverständigen und Personen besetzt, die eine Befähigung zum Richteramt innehaben. Güteverfahren eignen sich eher für zivilrechtliche Auseinandersetzungen, bei der eine Schuldfrage nicht geklärt werden muss. Die Beendigung des Verfahrens vor der Gütestelle endet in einem Vergleich oder einem Vertrag, der dem gerichtlichen Urteil ähnelt und vollstreckt werden kann.

In Schieds- und Güteverhandlungen werden mediative Ansätze genutzt.

Synonyme - Schiedsverfahren, Schiedsgericht
Scheidungsmediation

Die Trennungs- oder Scheidungsmediation hat ihre Wurzeln in den USA. Dort wurde sie Anfang der 80er Jahre als erstes Mediationsmodell überhaupt eingeführt. Bei einer Trennung und Ehescheidung kommt es häufig zu ausgeprägten Konfliktsituationen zwischen den noch verheirateten Partnern. Im Zuge der Trennung und Scheidung müssen ökonomische Aspekte wie Unterhalt, Besitzaufteilung und Sorge- bzw. Umgangsrechte für die Kinder geklärt werden. Ein häufiger Streitpunkt in Scheidungsangelegenheiten ist auch die Erziehung der gemeinsamen Kinder.

Die Scheidungsmediation hat den Zweck, die Konflikte zwischen den Noch-Ehepartnern zu reduzieren und gleichzeitig die Bereitschaft zur Kooperation und Kommunikation zu erhöhen. Durch die Scheidungsmediation lassen sich häufig schneller und kostengünstiger Einigungen herbeiführen, als es bei einem Gerichtsverfahren der Fall wäre. Dies, zumal nach dem Grundsatz der Mediation immer nach Lösungen gesucht wird, mit denen alle Beteiligten auch in der Zukunft gut leben können.

Das Verfahren von Trennungsmediationen und Scheidungsmediationen haben sich kontinuierlich weiterentwickelt. Sie werden von Mediatoren oder entsprechend ausgebildeten Rechtsanwälten angeboten. Die Vorgehensweise bei Scheidungsmediationen orientiert sich an der klassischen Mediation. Auch hier wird Wert auf eine Freiwilligkeit bei allen Beteiligten gelegt. Der Mediator ist auch in Scheidungs- und Trennungsmediationen zur Verschwiegenheit verpflichtet und allparteilich.

Scheidungsmediation mit Kindern

Bei einer Trennung oder Scheidung ist es auch möglich, die betroffenen Kinder an der Mediation teilhaben zu lassen. Unterschieden wird dann in einer kindfokussierte Scheidungsmediation, bei der der Mediator gezielt versucht, auf die kindlichen Interessen einzugehen und sie zu vertreten. Es ist aber auch möglich, die Kinder passiv durch eine andere Vertretungsperson in der Mediation vertreten zu lassen. Dieser Vorgehensweise geht voraus, dass sich Mediator und Vertretungsperson vorab mit den Kindern unterhalten, um deren Interessen und Wünsche in Erfahrung zu bringen. Letztendlich können Kinder auch in bestimmte Phasen der Scheidungsmediation aktiv mit einbezogen werden, was von Alter und Entwicklungsstufe der Kinder abhängig ist.

Scheidungsmediationen führen im Vergleich zu Gerichtsverfahren in der Regel zu einer höheren Zufriedenheit bei allen Beteiligten. Dies beruht auch auf der damit verbundenen Ersparnis von Zeit und Geld. Nicht zuletzt wirken sich Scheidungsmediationen häufig positiv auf das Familienklima und die nachehelichen Beziehungen aus, da die herbeigeführten Lösungen auf Kommunikation und Kooperation zurückzuführen sind.

Weitere Informationen: www.streitvermittler-mediator.de/mediationsbereich/scheidung-trennung.html

Synonyme - Trennungsmediation
Regeln in der Mediation

Die Regeln der Mediation im Kurzüberblick:

  • Bereitschaft
  • Freiwilligkeit
  • Eigenverantwortlichkeit
  • Fairness
  • Informiertheit
  • Allparteilichkeit
  • Vertraulichkeit
  • Bereitschaft
    Zu den Regeln in der Mediation gehört zunächst die grundsätzliche Voraussetzung, dass die Medianden bereit sind, sich mit der jeweils anderen Konfliktpartei sprichwörtlich „an einen Tisch“ zu setzen. Es müssen Bereitschaft und Wille vorhanden sein, dem anderen zuzuhören und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

  • Freiwilligkeit
    Eine weitere Regel in der Mediation ist die Freiwilligkeit. Bei der Mediation handelt es sich immer um ein freiwilliges Verfahren, das von jedem Medianden zu jeder Zeit beendet werden kann. Mit Freiwilligkeit ist bei dieser Mediationsregel die Entscheidungsfreiheit gemeint. Die Medianden nehmen freiwillig an der Mediation teil in dem Wissen, dass sie sich einigen können – aber nicht müssen. Auch wenn durch Gesetze, Vorschriften oder dem Arbeitgeber die Durchführung einer Mediation angeordnet wird, findet dadurch keinerlei Einschränkung dieser Freiheit statt.

  • Eigenverantwortlichkeit
    Die weitere Regel in der Mediation beschäftigt sich mit Eigenverantwortlichkeit. Jeder Mediand steht selbst für seine Interessen ein. Dies, zumal jeder selbst die größte Kompetenz innehat, eine Konfliktlösung eigenverantwortlich zu erarbeiten. Der Mediator unterstützt diesen Prozess. Er selbst hat jedoch keine Entscheidungsbefugnis. Inhalt und Umfang der Mediation werden also von den Medianden bestimmt, während dem Mediator die Verfahrenshoheit obliegt.

  • Fairness
    Eine weitere wichtige Regel in der Mediation ist die Bereitschaft zur Fairness. Die Medianden müssen bereit sein, offen und fair mit dem jeweils anderen umzugehen. Sie müssen zuhören, ausreden lassen und Interessen sowie Bedürfnisse des anderen berücksichtigen. Die Fairness ist in dem Willen begründet, gemeinsam eine einvernehmliche Konfliktlösung zu erarbeiten, von der jeder profitiert.

  • Informiertheit
    Um eigenverantwortlich eine Lösung des Konflikts zu erarbeiten, müssen alle Beteiligten vollumfänglich informiert sein, was die Informiertheit zu einer weiteren Regel in der Mediation macht. Die Medianden müssen über ihre eigene Situation als auch über die Situation des jeweils anderen informiert sein, um vernünftige Lösungen erarbeiten zu können. Die notwendige Informiertheit wird durch den Mediator unterstützt, der alle notwendigen Informationen, Daten und Unterlagen offenlegt und einbringt.

  • Allparteilichkeit
    Ein weiterer Grundsatz und gleichzeitig Regel in der Mediation ist die Allparteilichkeit des Mediators. Der Mediator handelt allparteilich; ergreift also niemals Partei, sondern nimmt alle Sichtweisen und Medianden gleichrangig und gleichwertig wahr.

  • Vertraulichkeit
    Letztendlich gehört auch die Vertraulichkeit zu den Regeln in der Mediation. Alle besprochenen Inhalte in einer Mediation werden sowohl vom Mediator als auch von den Medianden vertraulich behandelt. Mediatoren sind gegenüber Dritten zur Verschwiegenheit verpflichtet, was auch dann gilt, wenn eine Mediation gescheitert ist. Die Medianden dürfen ebenfalls nach Scheitern der Mediation die Gesprächsinhalte nicht gegeneinander verwenden und verwerten. Es wird vereinbart, den Mediator nicht im Gerichtsverfahren als Zeuge zu benennen.
Synonyme - Grundregeln,Verhaltensregeln, Grundprinzipien
Qualität in der Mediation

Mediatoren benötigen Sachkunde, um Mediationsverfahren erfolgreich zu führen. Hierfür bedarf es einer fundierten Ausbildung. Des Weiteren benötigen Mediatoren ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen, um beispielsweise die richtige Frage zum optimalen Zeitpunkt zu stellen. Ein Mediator muss sich in das jeweilige Verfahren einfühlen und flexibel agieren können. Über diese Intuition hinaus benötigt ein Mediator Verständnis, Kenntnis über die verschiedenen Methoden und Techniken sowie ein gutes Einschätzungsvermögen. Er selbst muss eine Vorstellung davon haben, was Qualität in der Mediation ausmacht und diesem Anspruch auch folgen.

Letztendlich ist die Haltung des Mediators ein wichtiges Kriterium für die Qualität in der Mediation. Mediatoren, die Mitgliedschaften zu anerkannten Bundesverbänden pflegen, arbeiten nach deren ethischen Grundsätzen. Hierzu gehört u.a. die Wahrung der Vertraulichkeit, die sorgfältige Unterstützung der Medianden bei ihrer eigenverantwortlichen Interessenwahrnehmung, die Einhaltung der Allparteilichkeit sowie den allgemein respektvollen Umgang mit Menschen.

Bundesverbände wie der BM Bundesverband Mediation e.V. oder Bundesverband Steinbeis-Mediationsforum e.V. prüfen ihre Mitglieder auf die Einhaltung und Erfüllung zahlreicher Qualitätskriterien. Hierzu gehört auch eine mindestens 200 Stunden andauernde Mediatorenausbildung nach aktuell gültigen Standards und Richtlinien inklusive Dokumentationen.

Um die Qualität in der Mediation kontinuierlich auf einem hohen Niveau zu halten, entwickeln die Bundesverbände die Qualitätskriterien ständig weiter und organisieren Plattformen für den Austausch von Erfahrungen und fachlichen Diskussionen. Der große Erfahrungsschatz entsprechend qualifizierter Mediatoren fließt demnach in die Weiterentwicklung und Präzisierung der Qualitätsstandards sowie die Richtlinien zur Mediatorenausbildung ein.

Damit die Qualität in der Mediation bestmöglich gesichert werden kann, arbeiten Mitglieder der Bundesverbände nach Mediationsordnungen. Nur in Einzelfällen darf von diesen Regelungen abgewichen werden. Medianden können sich auf die Einhaltung dieser Bedingungen berufen.

Interessenten, die sich auf der Suche nach einem geeigneten Mediator befinden, kann daher vor dem Hintergrund der Qualität in der Mediation nur angeraten werden, die Wahl auf einen durch einen anerkannten Bundesverband zertifizierten Mediator fallen zu lassen.

Der Maßstab für Qualität in der Mediation hängt entscheidend vom Mediator und vom Einzelfall ab.

Qualifikation des Mediators

Mediatoren haben u.a. die Aufgabe, gemeinsam mit ihren Medianden festgefahrene Konflikte zu lösen. Sie sind in der Lage, Informationen zu analysieren, ausgleichend auf Kommunikationsabläufe einzuwirken und für jeden Beteiligten das sprichwörtliche offene Ohr zu haben. Im Verlauf der Mediation werden Kompromisse gefunden und eingegangen sowie Konflikte gelöst und beigelegt. Der Mediator spielt dabei die Rolle des neutralen und unabhängigen Dritten, der durch die Verhandlungen führt und auf typische Interventionen und Techniken zurückgreift, was eine Qualifikation erfordert.

Zu der Qualifikation des Mediators hält das seit Juli 2012 geltende Mediationsgesetz einige Regeln bereit. Der Begriff des Mediators wird jedoch bis heute nicht als Berufsbezeichnung geschützt. Als eine Form der Qualifikation des Mediators wird die Zertifizierung betrachtet. Ein zertifizierter Mediator wird auszugsweise in folgenden Bereichen ausgebildet:

  • Mediationsgrundlagen
  • Mediationsphasen
  • Grundlagen in der Verhandlungsanalyse
  • Techniken in der Visualisierung und Moderation
  • Konfliktdynamiken
  • Rechte und Gesetze

Zertifizierte Mediatoren müssen eine Ausbildung von mindestens 120 Stunden absolvieren, die in Deutschland von mehr als 100 Bildungsträgern berufsbegleitend oder Vollzeit angeboten wird. Sehr oft erfolgt die Qualifikation zum Mediator als Ergänzung zu einer bereits bestehenden Berufsausbildung. Eine Ausbildung zum Mediator ist jedoch auch ohne anderweitige Berufsausbildung möglich.

Wie auch in anderen Branchen gibt es auch im Bereich der Mediation zahlreiche Verbände, auf deren Websites Interessierte Informationen zur Ausbildung, Zertifizierung und Qualifikation von Mediatoren finden können.

Ich habe meine Ausbildung bei Christian Hartwig (Ausbilder für Mediation BM und Lehrbeauftragter Mediation und Konflikttransformation) absolviert und habe an der Steinbeis Hochschule zusätzlich noch den Abschluss "Fachmediator Großgruppen und Planungsprozesse" erworben.

Synonyme - Ausbildung
Positionen in der Mediation

Mit Positionen werden in der Mediation die Forderungen und Ansprüche bezeichnet, die von den Medianden im Konflikt erhoben werden und nicht miteinander vereinbart werden konnten. Häufig bedeutet Position nur das Ergebnis, um das im Konflikt gekämpft wird. Demgegenüber stehen die wirtschaftlichen, sozialen und emotionalen Interessen und Anliegen, weswegen der Konflikt überhaupt aufgekommen ist. Die Interessen müssen nicht zwingend konträr zu denjenigen der anderen Mediationspartei stehen. Weil die Medianden jedoch zum Zeitpunkt der Beauftragung eienr Mediation in der Regel nicht mehr miteinander reden, wissen sie dies nicht.

Interessen reichen bis in den Bedürfnisbereich mit elementaren Wünschen nach Anerkennung, Sicherheit und anderen Notwendigkeiten hinein. Die Mediation hat das Ziel, die Ebene der Positionen zu verlassen, um zunächst auf der Ebene der Interessen nach Möglichkeiten zu suchen, dass sich die Medianden wieder verständigen, in Kommunikation treten und Übereinstimmungen finden.

In der Mediation werden daher die Positionen ausdiskutiert, um die dahinter stehenden Interessen darzulegen. Und auch für den Fall, dass nicht immer aufgrund der hinter den Positionen verborgenen Interessen eine absolute Win-Win-Situation geschaffen werden kann, ebnet die Offenlegung der Interessen den Weg zu gütlichen Kompromissen.

Phasen in der Mediation

Eine klassische Mediation folgt einer Struktur, die sich in fünf Mediationsphasen unterteilt. Die Phase 3 gilt dabei als Herzstück der Mediation und macht beispielsweise auch den Unterschied zu einer Schlichtung oder anderen Verfahren deutlich.

  • Phase 1
    In dieser Phase eröffnet der Mediator die Mediation und klärt die Medianden über den Mediationsablauf auf. Es werden Verhaltensregeln verhandelt und die Mediationsvereinbarung geschlossen. Der Mediator erklärt, dass er die Verantwortung für den Ablauf der Mediation trägt und nur dann in die Verhandlungen eingreift, wenn es notwendig ist.

  • Phase 2
    In dieser Phase werden die Sichtweisen und Themen zum Konflikt gesammelt. Der Mediator kann für die optische Darstellung auch ein Whiteboard oder Flipchart benutzen. Die Medianden erläutern ihre Standpunkte, während der Mediator Fragen stellt, zusammenfasst, umformuliert, hinterfragt oder spiegelt. Sinn und Zweck seiner Interventionen ist die Themenfindung. Die Medianden müssen verstehen, was der jeweils andere denkt und will.

  • Phase 3
    In dieser Mediationsphase werden die Interessen und Bedürfnisse der Medianden erklärt und erläutert. Was steckt hinter dem Konflikt? Es wird kommuniziert und diskutiert, welche Motive, Gefühle und Bedürfnisse sich hinter dem Konflikt verbergen. Interessen und Wünsche beider Medianden werden in den Gesprächen herausgearbeitet. Auch hier stellt der Mediator wieder Fragen, klärt Sachverhalte auf und leitet die Medianden in die direkte Kommunikation. Erst in dieser Phase „sprechen“ die Medianden wieder miteinander und nicht nur mit dem Mediator.

  • Phase 4
    In dieser Phase werden von den Medianden erste Lösungsoptionen erarbeitet. Sie suchen gemeinsam nach Möglichkeiten und Kompromissen, die den Konflikt beseitigen könnten. Diese Mediationsphase ähnelt einem Brainstorming, bei dem zunächst Vorschläge und Optionen gesammelt werden, die dann zur Diskussion stehen. Erst dann wird darüber gesprochen, welche Lösungsoptionen in die engere Wahl kommen und auch realisierbar sind. Es wird ein Konsens angestrebt, der in einer Win-Win-Situation für beide Medianden endet.

  • Phase 5
    In dieser Phase der Mediation wird die Konflikteinigung formuliert. Es wird eine Abschlussvereinbarung geschlossen und schriftlich festgehalten. Über den Inhalt der Vereinbarung entscheiden die Medianden selbst. Zum Mediationsende wird die Vereinbarung vorgelesen und von allen Parteien unterzeichnet.
Synonyme - Mediationsphasen
Peer-Mediation

Die Peer-Mediation ist eine Methode, mit der in Schulen oder unter Gleichaltrigen verschiedene Konflikte aufgearbeitet und gelöst werden. Diese pädagogische Mediationsmethode basiert darauf, dass Schüler oder Jugendliche gleichen Alters untereinander - in der sogenannten Peer-Group - einfacher miteinander sprechen können, als mit Lehrern, Erziehern oder der Schulleitung. Älteren (Respekts-) Personen gegenüber würden sie eher ungern von bestimmten Schwierigkeiten und Konflikten berichten.
Um die Peer-Mediation an einer Schule anwenden zu können, müssen vorab geeignete Schüler zu sogenannten „Peers“ oder Streitschlichtern ausgebildet werden. Dies erfolgt auf freiwilliger Basis. Schulen und Lehrkräfte profitieren von der Peer-Mediation, da die Schüler dadurch lernen, Verantwortung zu übernehmen und demokratische Entscheidungen zu treffen.

Peer-Mediation an Schulen

Die Peer-Mediation ähnelt der klassischen Mediation. Auch hier dient das Verfahren der konstruktiven Lösung von Konflikten. Im Mediationsgespräch, in der der entsprechend ausgebildete Peer die Rolle des Mediators einnimmt, wird versucht, eine einvernehmliche und für alle Parteien auch für die Zukunft tragfähige Konfliktlösung zu finden. Die Parteien, also die Schüler, erarbeiten diese Lösung selbst und werden dabei vom Peer unterstützt.
Wie im traditionellen Mediationsverfahren ist auch die Teilnahme an der Peer-Mediation freiwillig. Die beteiligten Schüler oder Jugendliche müssen den Wunsch und Willen haben, eine Einigung anzustreben. Des Weiteren müssen Sie den Peer als vermittelnden, schlichtenden und gleichbehandelnden Dritten akzeptieren. Auch die übrigen grundsätzlichen Mediationsregeln können auf die Peer-Mediation übertragen werden.
Was die Peer-Mediation von anderen Mediationsverfahren unterscheidet ist die Tatsache, dass ausgebildete Schüler dabei helfen, Konflikte zwischen Schülern zu lösen. Verfahren und Gespräche finden unter Gleichaltrigen statt (Peer-Group).

Auswirkungen der Peer-Mediation an Schulen

Peer-Mediationen wirken sich positiv auf das soziale Klima an der Schule aus. Einige Schulen nutzen die Mediationsmethode auch zur Gewaltprävention, da das Mediationsverfahren Toleranz übt und die Konfliktfähigkeit fördert. Schulleitung und Lehrer werden durch die Peer-Mediation entlastet, da die Schüler lernen, eigenständig Konflikte aufzuarbeiten und zu lösen. Während der Ausbildung zum streitschlichtenden Peer eignen sich Schüler soziale Kompetenzen an und übernehmen Eigenverantwortung. Nicht zuletzt kann die Peer-Mediation bei den Schülern für mehr Rechtsbewusstsein sorgen.

Parteien

Die Konfliktbeteiligten in einem Mediationsverfahren werden eigentlich „Medianden“ genannt. Dennoch hat sich in Anlehnung an zivilrechtliche Gerichtsverfahren auch die Bezeichnung der Beteiligten als Parteien eingebürgert. Weitet man die juristische Denkweise aus, könnte auch von „Anspruchstellern“ und „Anspruchsgegnern“ gesprochen werden. Die Parteien sind die Beteiligten eines Konfliktes.

Bei der Mediation handelt es sich um eine freiwillige und außergerichtliche Verhandlung zwischen zwei oder mehreren Parteien. Das Ziel der Mediation ist eine gütliche Konfliktbeilegung; also eine einvernehmliche Einigung zwischen den Parteien. Das Mediationsverfahren wird vom Mediator als neutraler Dritter geleitet, der die Parteien dabei unterstützt, selbst eine gemeinsame Konfliktlösung zu finden. Der Mediator sorgt dabei für reibungslose und ordnungsgemäße Abläufe; hat jedoch keine inhaltliche Entscheidungsbefugnis. Ihm obliegt jedoch der Ausgleich von Machtungleichgewichten zwischen den Parteien und die Sorge, dass die vereinbarten Regeln eingehalten werden. Mediatoren helfen ihren Parteien, Störungen in der Kommunikation zu beseitigen und sich eigene Interessen wieder bewusst zu machen, damit gemeinsam kreative Lösungen entwickelt werden können.

Synonyme - Konfliktbeteiligte
Paarmediation

Eine Paarmediation kann auch als „Konfliktmanagement“ für Paare betrachtet werden. Durch das auf die Bedürfnisse von Paaren zugeschnittene Mediationsverfahren lassen sich Streitigkeiten beilegen, Konflikte lösen und Eskalationen entgegenwirken. In der Paarmediation werden für spezifische Konfliktthemen strukturierte Lösungsprozesse absolviert, um zu tragfähigen Einigungen und Übereinkünften zu gelangen, die dann in der Zukunft auch tragen.

Bei der Paarmediation steht naturgemäß die Paarbeziehung im Fokus. In der Regel wird ein Mediator dann involviert, wenn bisher angestrebte Lösungen nicht vereinbart werden konnten oder aber nicht langfristig angehalten haben. Häufig handelt es sich dabei um Konflikte, die zu einer Trennung führen könnten oder sogar schon kurz vorher zu einer geführt haben. Das Ziel der Paarmediation ist in erster Linie nicht die einvernehmliche Trennung, wie sie etwa in der Familienmediation als außergerichtliches Konfliktbeilegungsverfahren angestrebt wird. Definiertes Ziel der Paarmediation ist ein gemeinsamer Weg als Paar in die Zukunft.

Im Gegensatz zur Paartherapie ist die Vorgehensweise in der Paarmediation eher lösungsorientiert. In der Therapie werden die vergangenen Aspekte, die zum aktuellen Konflikt beigetragen haben, beleuchtet. Dies wird so gehandhabt, um gegenseitiges Verständnis (wieder) herzustellen und das Erlebte zu würden, was sich positiv auf den Umgang auswirken kann. In der Mediation werden hingegen moderne Konfliktlösungsmethoden angewendet, bei der das konkrete Verhalten und die verschiedenen Positionen eine Rolle spielen. Der Mediator führt das Paar durch die Mediation und hilft dabei, die jeweiligen Bedürfnisse zu klären.

In der Paarmediation greift der Mediator auf verschiedene „Werkzeuge“ zurück, um das Paar zu veranlassen, selbst Ideen für Lösungen zu erarbeiten. Die Lösungsoptionen werden im Anschluss ausgelotet und verhandelt. Ein Vorteil der Paarmediation ist, dass die Medianden während der Mediationsgespräche ihre kommunikativen Fähigkeiten nachhaltig schulen und aus diesem Grund seltener in alte Muster verfallen. Voraussetzung hierfür ist, wie im Übrigen bei allen anderen Mediationsarten auch, der freie Wille, sich offen auf das Mediationsverfahren einzulassen.

Eine Paarmediation kann auch dann noch hilfreich sein, wenn der Paarkonflikt schon weiter fortgeschritten ist; beispielsweise nach einem Auszug aus der gemeinsamen Wohnung. Dann kann Einvernehmlichkeit als Ziel definiert werden, um Rahmenbedingungen zu schaffen, die Eskalationen reduzieren oder ganz vermeiden. Durch diese Form der Paarmediation ist es dem Paar später eher wieder möglich, die Beziehung wieder zu vertiefen.

Deshalb ist es wichtig, vor Beginn der Paarmediation mit dem Mediator ein klärendes Gespräch zu führen, worin der Konflikt besteht und welche Ziele angestrebt werden sollen. Der Mediator hat dann die Möglichkeit, die Mediation angemessen vorzubereiten und einen geeigneten Rahmen dafür zu kreieren.

Synonyme - Mediation für Paare
Onlinemediation

Mediation basiert auf Kommunikation, weshalb die Onlinemediation zunächst in Erstaunen versetzt. Dank modernster Techniken ist es heute aber durchaus möglich, einen realen Raum für eine Mediation virtuell zu ersetzen. Für eine Onlinemediation bieten sich Tools aus Kamera-, Telefon-, Audio- und Videotechnologien an, durch die komplett digitale und kreative Räume entstehen können. Für die Kommunikation werden dann textbasierte Programme und Chats genutzt, sodass Diskussionen, Brainstormings, Mindmappings und alle anderen Kommunikationsmethoden ermöglicht werden. Grundvoraussetzung für eine Onlinemediation ist daher das Vorhandensein entsprechend leistungsstarker Techniken sowie Zugriffsmöglichkeiten auf das Internet.

Grundsätzlich kann der Mediator also bei einer Onlinemediation alle einzelnen Mediationsphasen online abwickeln. Soll die Onlinemediation zum Beispiel in einer virtuellen Konferenz durchgeführt werden, erhält jeder zum verabredeten Zeitpunkt eine E-Mail mit einem Einladungslink zur jeweiligen Konferenzplattform. Wichtig dabei ist, dass alle Daten zum Zwecke des Datenschutzes verschlüsselt übermittelt werden. Auch technisch unerfahrene Medianden haben in der Regel wenig Probleme mit einer Onlinemediation, da der Mediator bereits im Vorhinein alle technischen Details vorbereitet und anschließend durch die Abläufe führt.

Onlinemediationen haben den Vorteil, dass sie wirtschaftlich sind. Es entfallen Kosten und Zeit für die Anreise, was sich insbesondere bei weit verstreuten Medianden bemerkbar macht. Auch bei besonders emotionsgeladenen Konflikten kann sich die Distanz durch eine Onlinemediation positiv auswirken. Ein Nachteil der Onlinemediation könnte jedoch sein, dass je nach verwendetem Equipment nonverbale Signale wie etwa die Körpersprache oder Mimik verloren gehen oder verfälscht werden. Auch die Möglichkeit, dass sich bei dieser Form der Mediation unerwünschte Personen ungesehen mit im Raum aufhalten und dadurch die Vertraulichkeit in Mitleidenschaft gezogen wird, ist hoch. Letztendlich bietet die fortschrittliche Technik zahlreiche Möglichkeiten, wobei die Vor- und Nachteile der Onlinemediation im Einzelfall immer gegeneinander abgewogen werden sollten.

Synonyme - Internetmediation, E-Mediation

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