Mediation vs. Gerichtsverfahren

Komfliktlösung statt RechtsstreitWann Mediation – wann Gerichtsverfahren?

Es gibt viele Bereiche, die durch eine Mediation kurzfristig und kostengünstig gelöst werden können.

Zu den geläufigen Gebieten gehören

  • allgemeine Zivilsachen
    Nachbarschaftsstreitigkeiten, Schadensersatzangelegenheiten,
    Streitigkeiten mit Vermietern, Mietern, Handwerkern und anderen Unternehmen

  • Familienangelegenheiten
    Trennungen und Streitigkeiten in Bezug auf das Sorge- oder Umgangsrecht

  • Erbstreitigkeiten
    Erbauseinandersetzungen, Auslegung von Testamenten und Erbverträgen

  • Arbeitswelt
    Abmahnungen, Kündigungen sowie Konflikte zwischen Arbeitgebern, Arbeitnehmern, Mitarbeitern und Vorgesetzten

  • Wirtschaftsangelegenheiten
    Probleme mit Verträgen, Darlehen, Immobilienkäufen und anderen Vertragskonstellationen

  • Bausachen
    Auslegung von Bauträgerverträgen, Vertragsstrafen, Gewährleistungsansprüche sowie andere im Bereich Immobilien und Bau gründende Konflikte.

 

Mediation vs. Gerichtsverfahren

  • Zeitaufwand
    In Bezug auf den Zeitaufwand überzeugt die Mediation mit deutlichen Vorteilen gegenüber klassischen Gerichtsverfahren, die schon in erster Instanz im Durchschnitt drei bis neun Monate andauern. Wird gegen die erstinstanzliche Entscheidung Berufung oder Revision eingelegt, kann von einer Verfahrensdauer von mindestens einem Jahr ausgegangen werden. Eine Mediation wird hingegen je nach Umfang und Art des Konfliktes in der Regel innerhalb weniger Tage durchgeführt.

  • Kosten
    Eine Mediation wird nach Zeitaufwand abgerechnet, während für Gerichtsverfahren in der Regel Anwalts- und Gerichtskosten aufgebracht werden müssen, die die Mediationskosten deutlich überschreiten. Der vorab festgelegte Zeit- und Kostenrahmen für die Mediation wird regelmäßig zwischen den Parteien aufgeteilt, wobei auch viele Rechtsschutzversicherungen mittlerweile die Kosten für eine Mediation übernehmen. In Gerichtsverfahren wird hingegen erst bei Abschluss des Verfahrens entschieden, wer die Kosten zu tragen hat, die sich im Übrigen nach dem Streitwert des Konflikts richten.

  • Konfliktlösung
    Bei Gerichtsverfahren liegt der Fokus immer auf der Konfrontation der Parteien, während die Mediation allein auf die Lösung des bestehenden Konflikts abzielt. Die psychischen und physischen Belastungen von Gerichtsverhandlungen sollten dabei nicht unterschätzt werden. Eine Mediation findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit in einer entspannten Atmosphäre statt. Weder fremde Personen oder sogar die Presse erlangen Kenntnis vom Inhalt einer Mediation, sodass auch kein Imageschaden zu erwarten ist.

  • Verhandlungsort
    Darüber hinaus ist bei Gerichtsverfahren die sachliche und örtliche Zuständigkeit gesetzlich vorgeschrieben, welches Gericht bemüht werden muss. Bei Mediationen kann sowohl der Mediator als auch der Verhandlungsort frei gewählt werden.

  • Streitbeilegung
    Letztendlich gehen die Parteien eines Gerichtsverfahrens auch danach noch im Streit auseinander, während bei der Mediation eine Win-Win-Situation angestrebt wird, die nachfolgende (Geschäfts-)Beziehungen begünstigt und ermöglicht.