Mediation Dessau, Halle, Magdeburg und Leipzig

Bei einer Mediation vereinbaren die Beteiligten ein Stundenhonorar mit dem Mediator. Die Besonderheit des Mediationsverfahrens ist die, dass die Kosten der Mediation – unabhängig vom Ausgang der Angelegenheit – immer zwischen den Parteien aufgeteilt werden.

Mediationshonorare unterliegen starken Schwankungen und werden davon abhängig gemacht, aus welchem Umfeld die auch Medianden genannten Parteien kommen. Im Durchschnitt werden etwa 150,00 € berechnet, wobei in komplexen Wirtschaftsangelegenheiten auch Stundensätze bis zu 500,00 € möglich sind. Eine Orientierung können die Stundenhonorare geben, die für eine Mediation von einigen Rechtsschutzversicherung übernommen werden. Versicherungsgesellschaften rechnen bei Mediationsverfahren durchschnittlich mit einem Honorar von 180,00 € pro Stunde. In seltenen und absehbaren Fällen vereinbaren Mediatoren auch ein Tageshonorar oder einen Festpreis.

Was aber bei der Frage nach den Kosten für eine Mediation viel interessanter erscheint als der Stundensatz ist die Dauer einer Mediation. Kompetente Mediatoren sind nämlich in der Lage, im Zusammenspiel mit den Parteien einen Konflikt deutlich schneller zu lösen, als ein Gerichtsverfahren eine Entscheidung herbeiführt, mit der am Ende nicht jeder einverstanden ist.

Kostenvergleich Mediation vs. Gerichtsverfahren

Zeit ist Geld

Ein klassisches Gerichtsverfahren nimmt im Durchschnitt einen Zeitraum von drei bis neun Monaten ein, sofern es in erster Instanz erledigt wird. Wird gegen die Entscheidung in erster Instanz Berufung oder Revision eingelegt, kann ein solches Verfahren durchaus ein bis anderthalb Jahre in Anspruch nehmen. Statistiken zufolge nehmen Zivilsachen vor Gericht einen Zeitraum von durchschnittlich sechs Monaten, Arbeitssachen von vier Monaten, Ehe- und Familiensachen von zehn Monaten sowie Verwaltungs- und Finanzangelegenheiten von mindestens zwölf Monaten ein.

Der zu kalkulierende Zeitraum für eine Mediation beträgt – je nach Art und Umfang des Konflikts - hingegen nur wenige Tage. Im Durchschnitt benötigen Mediatoren ein bis drei Tage, um die Parteien zu einer vernünftigen Konfliktlösung zu führen.

Kosten eines Gerichtsprozesses

Bei einem Gerichtsverfahren entstehen in der Regel Kosten für zwei Rechtsanwälte, die jeweils ihre Partei vertreten. Zusätzlich entstehen Gerichtskosten sowie Gebühren für Zeugen, Gutachter und sonstige Auslagen. Die Kosten eines gerichtlichen Verfahrens können sich also auch unerwartet erhöhen; beispielsweise durch die Hinzuziehung von Zeugen. Und wer letztendlich die Kosten des Verfahrens trägt, entscheidet sich erst zum Ende des Verfahrens. Zu berücksichtigen ist hierbei dann auch, dass gegen Urteile und andere Entscheidungen des Gerichts Rechtsmittel eingelegt werden können. Legt eine Partei beispielsweise Berufung ein, geht das Verfahren mit allen vorerwähnten Kostenrisiken in die nächste Instanz, ohne dass die andere Partei hierauf Einfluss nehmen kann.

Die Kosten eines Gerichtsverfahrens richten sich generell nach dem Streitwert, also dem Wert des eigentlichen „Streitgegenstandes“. Handelt es sich dabei nicht um eine bezifferbare Sache, wird der Streitwert vom Gericht geschätzt und festgesetzt.

Folgende Kosten können bei einem Gerichtsverfahren in erster Instanz einkalkuliert werden:

Streitwert

 

Gerichts- und
Anwaltskosten

5.000,00 €

 

2.600,00 €

10.000,00 €

 

4.600,00 €

25.000,00 €

 

6.500,00 €

50.000,00 €

 

9.600,00 €

100.000,00 €

 

13.300,00 €

500.000,00 €

 

32.300,00 €

Quellenangabe: https://anwaltverein.de/de/service/prozesskostenrechner
Berechnung nach Streitwert. Außergerichtliche und gerichtliche Vertretung erste Instanz.

Nicht enthalten sind in vorstehender Auflistung die Kosten für Zeugen, Gutachter, Auslagen sowie die individuellen Kosten, die selbst bei den Parteien durch das Verfahren entstehen. Wenn es nämlich um eine geschäftliche Streitigkeit geht, können Gerichtsverfahren auch einen hohen betrieblichen Aufwand darstellen. Eine gerichtliche Auseinandersetzung mit Konflikten blockiert die produktive Tätigkeit im laufenden Betrieb durch die ineffektive Nutzung von Arbeitszeit.

Kosten einer Mediation

Das Stundenhonorar einer Mediation richtet sich nach dem Umfang und der Komplexität des Konflikts und beträgt zwischen 150,00 € und 500,00 €. Die Mediationskosten werden zu je 50 % von beiden Konfliktparteien getragen. Viele Rechtsschutzversicherungen haben mittlerweile die Mediation als Instrument zur Konfliktlösung in ihr Leistungsportfolio aufgenommen und übernehmen diese Kosten.

Kann also ein Mediator einen Konflikt im Wert von 10.000,00 € innerhalb von sechs Mediationsstunden à 150,00 € ausräumen, berechnet er im Gegensatz zum Gerichtsverfahren mit unbekanntem Ausgang und Risiko ein Honorar von 900,00 € - also 450,00 € für jede Partei. Beim Gerichtsprozess trifft den Kostenschuldner im schlechtesten Fall eine finanzielle Last von etwa 4.600,00 €, die er allein zu tragen hat.

Ob eine Mediation auch vor dem finanziellen Aspekt lohnenswert erscheint, hängt also vom Umfang und der Art des Konfliktes sowie vom vorliegenden Streitwert ab. Insbesondere bei höheren Streitwerten kann sich eine Mediation wirtschaftlich vorteilhaft auswirken. Allerdings beschränken sich die Vorteile der Mediation nicht nur auf finanzielle Gründe.

Mediation ökonomisch betrachtet

Bei Gerichtsverhandlungen liegt der Fokus auf der Konfrontation von Kläger und Beklagtem, nicht aber auf der Konfliktlösung. Die nervliche, psychische und körperliche Belastung, die als Partei eines Gerichtsverfahrens verbunden ist, sollte nicht unterschätzt werden. Darüber hinaus ist bei Gerichtsverfahren durch die Gesetzgebung festgelegt, wo und vor welchem Gericht die Streitigkeit ausgefochten werden muss. Bei einer Mediation kann sowohl der Mediator als auch der Ort der Mediation frei gewählt werden, sodass auch bei örtlichen Distanzen zwischen den Parteien Kompromisse geschlossen werden können.

Des Weiteren werden viele Gerichtsverhandlungen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, weshalb ein Imageverlust drohen kann. Dieser wird dadurch verstärkt, dass sich die gerichtliche Verhandlung nur auf rechtliche Fakten beschränkt und sich somit Zuschauer und die Presse kein Bild von den Gesamt-Zusammenhängen des Sachverhaltes machen können. Eine Mediation ist hingegen immer streng vertraulich und wird in entspannter Atmosphäre durchgeführt.

Streiten sich vor Gericht zwei Unternehmen, ist der Verlust der Geschäftsbeziehung nach Beendigung des Rechtsstreits so gut wie sicher. Eine erfolgreiche Mediation führt am Ende zu einer Win-Win-Situation, von der beide Seiten auch zukünftig profitieren. Dies, zumal beide Parteien diese Situation selbst durch gegenseitiges aufeinander Zugehen erreicht haben. Dies ist für alle ein Lernprozess, der ihnen auch in Zukunft helfen wird, Konflikte zu vermeiden und zu lösen.

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