Mediation am Arbeitsplatz

Der Arbeitsplatz bietet häufig Potenzial für Konflikte. Oft leiden Mitarbeiter unter Mobbing oder Bossing, sofern der Vorgesetzte an den vermeintlichen Angriffen beteiligt ist. Nicht selten entstehen Konflikte auch innerhalb eines Teams, sodass sich im des Unternehmens verschiedene Lager bilden und die ganze Arbeitsatmosphäre leidet. Um Abmahnungen, Kündigungen und Arbeitsgerichtsprozessen vorzugreifen, wird in modernen Betrieben auf eine innerbetriebliche Mediation gesetzt. Da sich diese häufig auf die Arbeitsumgebung bezieht, wird sie auch Arbeitsplatzmediation oder Workplacemediation genannt. Allerdings kommt eine Mediation auch dann infrage, wenn es um Sozialpläne oder Umstrukturierungen des Unternehmens geht, weshalb unter dem Begriff der innerbetrieblichen Mediation zusätzliche Aspekte abdeckt werden.

Inhalt einer innerbetrieblichen Mediation sind regelmäßig Probleme, in denen es um sachliche und betriebliche Belange wie etwa zur Organisation, Zuständigkeit oder zu allgemeinen Abläufen im Unternehmen geht. Andererseits geht es jedoch auch häufig um persönliche Beziehungen, Befindlichkeiten und um Kommunikationsprobleme in der Zusammenarbeit. Anordnende Entscheidungen der Geschäftsleitung oder der Einsatz von Rechtsanwälten und Gerichten führen in derartigen Konflikten selten zu befriedigenden Lösungen. Darüber hinaus sind Gerichtsprozesse zeit- und kostenintensiv.

In vielen Unternehmen werden innerbetriebliche Konflikte trotz vorhandenem Konfliktmanagement nicht angegangen und schwelen im Hintergrund. Wird doch einmal von der Chefetage eine Entscheidung zum Konflikt gefällt, ist die Frustration der unterlegenen Seite groß und das Betriebsklima leidet. Durch eine innerbetriebliche Mediation wird ein aktiver und konstruktiver Umgang mit dem Konflikt angestrebt. Der als neutraler Dritte auftretende Mediator fördert die Kommunikation zwischen allen am Konflikt Beteiligten, damit sie kreative Lösungen für sachlich stimmige Lösungen mit einer hohen Akzeptanz erarbeiten können. Ein zusätzlicher Sinn der innerbetrieblichen Mediation ist eine generelle Optimierung mit dem Umgang von Konflikten im Unternehmen. Wenn Mitarbeiter und Vorgesetzte schon einmal an Mediationsgesprächen teilgenommen haben, wissen sie Konflikte in Zukunft besser zu vermeiden und suchen eher das Gespräch mit dem anderen Part.

Mediation im BetriebDie Teilnahme an einer Mediation ist generell freiwillig. Bei der innerbetrieblichen Mediation wird dieser Grundsatz insofern eingeschränkt, als dass die Geschäftsleitung ihren Wunsch zur Teilnahme an der Mediation als Anweisung zum Ausdruck bringen kann. Wichtig ist aber, dass alle Beteiligten sich zu einer aktiven Teilnahme an der Mediation entschließen und eigenverantwortlich an einer tragenden Konfliktlösung mitwirken.

Der Mediator darf bei einer innerbetrieblichen Mediation nur die Informationen weitergeben (beispielsweise an die beauftragende Geschäftsleitung), was ausdrücklich zwischen den Beteiligten vereinbart wurde. Die Weitergabe von Informationen an die Geschäftsleitung erstreckt sich daher nur auf den Verlauf und das Mediationsergebnis, nicht aber auf einzelne Inhalte.

Die Konfliktlösung durch eine innerbetriebliche Mediation entlastet die Geschäftsführung und das Management. Ein Großteil der Arbeitszeit im Management wird durch die Bewältigung von Konflikten der Mitarbeiter in Anspruch genommen und steht aus diesem Grund für produktivere Tätigkeiten nicht zur Verfügung. Durch die Mediation bleibt die Konfliktlösung in der Verantwortung derer, die den Konflikt letztendlich auch haben.

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