Mediation Dessau, Halle, Magdeburg und Leipzig

Beratender Mediator – Konfliktberatung mit mediatorischem Blick

Nicht jeder Konflikt braucht eine Mediation. Manchmal suchen Menschen keine neutrale Begleitung für eine gemeinsame Lösungsfindung, sondern wünschen sich eine Einschätzung: Wie lässt sich die Situation beurteilen? Welche Möglichkeiten gibt es? Was könnte ein sinnvoller nächster Schritt sein? In solchen Fällen kann eine Beratung passender sein als eine Mediation.

Als beratender Mediator kann ich mich stärker inhaltlich einbringen. Ich kann eine Situation aus meiner Sicht einschätzen, Position zu bestimmten Fragen beziehen, Möglichkeiten aufzeigen und Empfehlungen geben. Das bedeutet nicht, Partei für einen Beteiligten zu ergreifen. Es bedeutet aber, dass ich in diesem Gespräch als Berater tätig bin und nicht die neutrale Rolle eines Mediators einnehme.

Beratende Mediation – fachliche Impulse für die gemeinsame Lösungsfindung

 

Mediation oder Beratung – was brauchen Sie in Ihrem Konflikt?

In einer Mediation begleite ich die Beteiligten dabei, ihren Konflikt gemeinsam zu klären und eigene Lösungen zu entwickeln. Als Mediator entscheide ich nicht, wer recht hat, und gebe keine Lösung vor. In einer Beratung ist mein Auftrag ein anderer: Hier dürfen Sie von mir auch eine Einschätzung erwarten. Ich kann auf Widersprüche oder mögliche Folgen aufmerksam machen, unterschiedliche Wege mit Ihnen durchdenken und sagen, wie ich eine Situation beurteile.

Welche Form besser passt, hängt deshalb weniger von der Art oder Schwere des Konflikts ab als davon, welche Unterstützung Sie suchen. Möchten Sie gemeinsam eigene Lösungen entwickeln und benötigen dafür eine neutrale Begleitung, spricht vieles für eine Mediation. Wünschen Sie dagegen ausdrücklich Orientierung, eine Einschätzung oder konkrete Anregungen, kann eine Beratung der passendere Weg sein.

 

Beratung ist nicht auf ein Einzelgespräch beschränkt

Eine Konfliktberatung kann mit einer einzelnen Person stattfinden. Das kann sinnvoll sein, wenn die andere Konfliktpartei nicht an einer gemeinsamen Klärung teilnehmen möchte oder Sie zunächst für sich überlegen wollen, wie Sie mit der Situation umgehen. Sie können dann beispielsweise einen festgefahrenen Konflikt einordnen, verschiedene Handlungsmöglichkeiten abwägen oder ein schwieriges Gespräch vorbereiten.

Ebenso können zwei oder mehrere Beteiligte gemeinsam eine Beratung in Anspruch nehmen. Vielleicht möchten Sie Ihren Konflikt miteinander besprechen, wünschen sich aber mehr als eine neutrale Gesprächsbegleitung. Sie möchten auch hören, welche Schwierigkeiten ich sehe, wie ich bestimmte Situationen einschätze oder welche Möglichkeiten aus meiner Sicht bedacht werden sollten. Auch dann kann Beratung besser zu Ihrem Anliegen passen als Mediation.

 

Position beziehen, ohne Partei zu ergreifen

Als Berater kann und darf ich eine eigene Position einbringen. Diese Position muss nicht mit Ihrer übereinstimmen. Vielleicht halte ich eine Erwartung für wenig realistisch, sehe einen Widerspruch oder glaube, dass ein geplantes Vorgehen den Konflikt eher verschärfen könnte. Beratung bedeutet für mich deshalb nicht, eine bereits bestehende Sichtweise zu bestätigen.

Gleichzeitig bedeutet Position zu beziehen nicht, für eine Konfliktpartei Partei zu ergreifen. Mein Hintergrund als Mediator prägt auch meine Beratung: Ich versuche, unterschiedliche Wahrnehmungen und Interessen mitzudenken und einen Konflikt nicht vorschnell nur aus einer Perspektive zu beurteilen. Gerade dieser Blick kann helfen, die eigene Situation noch einmal anders zu betrachten.

 

Was kann Ihnen die Beratung konkret bringen?

Konflikte verengen häufig den Blick. Je länger sie andauern, desto schwieriger kann es werden, zwischen dem eigentlichen Streitpunkt, eigenen Erwartungen, Verletzungen und der Reaktion auf das Verhalten der anderen Seite zu unterscheiden. Ein Blick von außen kann helfen, diese Ebenen wieder auseinanderzuhalten und zu erkennen, worauf Sie selbst Einfluss haben.

In der Beratung können wir unterschiedliche Handlungsmöglichkeiten durchdenken, mögliche Folgen betrachten, ein schwieriges Gespräch vorbereiten oder bisher nicht bedachte Wege prüfen. Wenn mehrere Beteiligte gemeinsam kommen, kann ich zusätzlich Beobachtungen und Einschätzungen in das Gespräch einbringen, die innerhalb der eigenen Konfliktdynamik möglicherweise nicht wahrgenommen werden.

Das Ergebnis muss nicht darin bestehen, dass der Konflikt anschließend gelöst ist. Beratung kann auch Klarheit schaffen: darüber, was Ihnen wirklich wichtig ist, welche Möglichkeiten Sie haben, wo Ihre Grenzen liegen oder welcher Weg für Sie gerade nicht infrage kommt. Das kann auch dann hilfreich sein, wenn sich die andere Seite oder die äußeren Umstände zunächst nicht verändern.

 

„Was würden Sie an meiner Stelle tun?“

Diese Frage dürfen Sie mir in einer Beratung stellen. Ich kann Ihnen sagen, wie ich eine Situation einschätze, welche Möglichkeiten ich sehe und worauf ich bei einer Entscheidung achten würde. Ich kann auch deutlich sagen, wenn ich einen bestimmten Weg für problematisch halte. Die Entscheidung darüber, was Sie daraus machen und welchen Weg Sie gehen, bleibt bei Ihnen.

 

Wenn aus der Beratung eine Mediation werden soll

Im Verlauf einer Beratung kann sich herausstellen, dass eine Mediation doch der sinnvollere nächste Schritt wäre. Wie ein Mediationsverfahren grundsätzlich aufgebaut ist, erfahren Sie unter Ablauf und Phasen einer Mediation.

Habe ich zuvor eine Konfliktpartei in derselben Sache beraten, übernehme ich die anschließende Mediation nicht selbst. Beratung einer Seite und die spätere Tätigkeit als Mediator in demselben Konflikt sind voneinander zu trennen. Für eine anschließende Mediation ist dann ein anderer Mediator erforderlich.

 

Wo liegen die Grenzen der Beratung?

Auch eine Beratung kann nicht gewährleisten, dass ein Konflikt gelöst wird oder sich eine andere Person anschließend anders verhält. Meine Einschätzung kann zudem nur auf den Informationen beruhen, die mir zur Verfügung stehen. Gerade bei einer Einzelberatung kenne ich die Wahrnehmung der anderen Konfliktpartei zunächst nur aus Ihrer Darstellung. Das berücksichtige ich, wenn ich eine Situation beurteile.

Geht es um konkrete rechtliche, steuerliche, medizinische oder andere Fragen außerhalb meiner fachlichen Tätigkeit, kann zusätzlich die Beratung durch entsprechende Fachleute erforderlich sein. Beides kann sich ergänzen: Während dort beispielsweise rechtliche oder steuerliche Fragen geklärt werden, können wir betrachten, was diese Informationen für Ihren Umgang mit dem Konflikt bedeuten. Weitere grundsätzliche Grenzen finden Sie unter Grenzen der Mediation.

 

Beratung durch Mediator Frank Hartung

Als zertifizierter Mediator kann ich Sie sowohl allein als auch gemeinsam mit anderen Konfliktbeteiligten beraten. Entscheidend ist nicht die Zahl der Personen, sondern welche Form der Unterstützung Sie benötigen: eine Mediation, in der ich den gemeinsamen Klärungsprozess neutral begleite, oder eine Beratung, in der Sie ausdrücklich auch meine Einschätzung und Position zu Ihrem Konflikt wünschen.

Sie müssen das nicht bereits vor dem ersten Gespräch wissen. Auch die Frage, welches Vorgehen zu Ihrer Situation passt, kann zunächst gemeinsam geklärt werden. Wenn Sie darüber sprechen möchten, können Sie Kontakt mit mir aufnehmen.

© 2026 Frank Hartung Ihr Mediator bei Konflikten in Familie, Erbschaft, Beruf, Wirtschaft und Schule

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