Mediation bei Streitigkeiten in der Familie

Das Zusammenleben in familiären Strukturen hat sich in den letzten Jahren erheblich verändert. Zwar gehört nach wie vor die „normale Familie“ mit der Konstellation aus Mutter, Vater und Kind(ern) zu den häufigsten Gefügen, wurde aber um zahlreiche andere familiäre Lebensformen ergänzt. So gibt es heute auch Patchworkfamilien, Pflege- oder Adoptiveltern und Fortsetzungsfamilien. Auch neben den traditionellen Ehegemeinschaften aus Frau und Mann gelten heute auch nicht-eheliche Lebensgemeinschaften, gleichgeschlechtliche Partnerschaften und andere Beziehungsformen als anerkannt. So chancenreich sich diese moderne Lebensformen und -einstellungen auch darstellen, so hoch ist dennoch das Risiko von Missverständnissen und Konflikten.

Eine Familienmediation beschäftigt sich mit der eigenständigen und konstruktiven Lösung familiärer Konflikte. Der Mediator fördert bei den Mediationsgesprächen die Kommunikation zwischen den Familienmitgliedern, sodass diese gemeinsam eine Lösung erarbeiten können, die für alle Beteiligten tragbar und annehmbar ist. Eine Familienmediation kann beispielsweise dabei helfen, eine Trennung oder Scheidung zu verhindern. Aber auch Schwierigkeiten zwischen Eltern, Schwiegereltern, Erziehungsberechtigten, Kindern und Verwandten lassen sich häufig durch eine Mediation beseitigen. Neben der Trennungs- und Scheidungsmediation sowie Erbschaftsmediation (interne Verlinkung ?) ist die Familienmediation beispielsweise auch dann eine Alternative, wenn außergerichtlich in Familienbetrieben die Unternehmensnachfolge geregelt oder Konflikte bezüglich der Pflege und Betreuung anderer (älterer) Familienmitglieder geklärt werden müssen.

Die Familienmediation fokussiert sich nicht auf die Klärung der Beziehungen innerhalb der Familie, sondern auf die Neugestaltung der aktuellen Lebenssituation aller Parteien. Es sollen durch die Beteiligten selbst unterschiedliche Meinungen in Alltagsfragen der Beziehung erörtert und geregelt werden. Der Mediator ist dabei der neutrale Dritte, der die Verantwortung über die Gestaltung der Mediationsgespräche übernimmt und zwischen den Parteien vermittelt. Allerdings bewertet und entscheidet der Mediator nicht, sondern unterstützt die zerstrittenen Familienmitglieder bei der Erarbeitung einer selbstbestimmten und einvernehmlichen Konfliktregelung. Im Gegensatz zu einem Gerichtsprozess sparen die Beteiligten durch die Mediation Zeit, Kraft und Geld.

Mediaton in der FamilieGanz im Gegenteil fördert der Gesetzgeber in vielen Fällen sogar die Mediation. Im Gesetz zur freiwilligen Gerichtsbarkeit wird dem Familiengericht in Sorge- und Umgangsrechtssachen eine Anordnung erlaubt, dass die Ehegatten an einem Informationsgespräch über die Möglichkeiten der Mediation teilnehmen müssen. Dies auch aus dem Grund, dass die Familienmediation derartige Konfliktlösungen zum Wohle der Kinder beschleunigen kann. Darüber hinaus können Gerichte in geeigneten Fällen generell auf die Mediation als Alternative verweisen.

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