Kinder in der Familienmediation stehen im Zentrum eines hochsensiblen Prozesses, der ihre Zukunft maßgeblich prägt. Die professionelle Einbeziehung von Minderjährigen in Mediationsverfahren erfordert besondere Expertise und ein tiefes Verständnis für kindliche Bedürfnisse. Während Erwachsene ihre Konflikte austragen, sind Kinder in der Familienmediation oft die stillen Betroffenen, deren Wohl oberste Priorität haben muss. Aktuelle Studien zeigen, dass 85% der Kinder von Trennungen langfristig besser mit der neuen Familiensituation zurechtkommen, wenn sie altersgerecht in den Mediationsprozess einbezogen werden (Bundesarbeitsgemeinschaft für Familienmediation, März 2024). Diese Erkenntnis unterstreicht die Bedeutung einer durchdachten Herangehensweise, die sowohl den Schutz als auch die angemessene Beteiligung von Kindern gewährleistet.