„Das glaube ich nicht.“ – „Das bringt doch nichts.“ – „Da mache ich nicht mit.“ Skepsis begegnet uns überall: in Beziehungen, im Beruf, bei Veränderungen, in gesellschaftlichen Diskussionen oder wenn wir vor einer wichtigen Entscheidung stehen. Schnell entsteht dann der Eindruck, jemand blockiere, verweigere sich oder wolle einfach nicht mitziehen. Doch Skepsis ist zunächst weder gut noch schlecht. Sie ist eine Information. Sie zeigt, dass etwas noch nicht überzeugt, geklärt oder akzeptiert ist. Vielleicht fehlen Informationen. Vielleicht gibt es schlechte Erfahrungen. Vielleicht geht es um Vertrauen, Unsicherheit oder das Bedürfnis, sich zu schützen. Und manchmal ist die Skepsis schlicht berechtigt.
Aus mediatorischer Sicht ist deshalb nicht zuerst die Frage interessant, wie sich Skepsis überwinden lässt. Interessanter ist: Was steckt dahinter? Wer das herausfinden möchte, muss Zweifel oder ein Nein nicht bekämpfen. Er kann anfangen, sie zu verstehen.
