Mediationsblog

Der Mediationsblog: Wissenswertes über Mediation und Streitbeilegung

In unserem Mediationsblog finden Sie Informationen und Neuigkeiten rund um die Themen Mediation und alternative Streitbeilegung.

Verhandlungsatmosphäre in der Mediation - wichtig oder überbewertet?

Liebe Leserinnen und Leser!

Ein Mediationsverfahren unterscheidet sich in vielen Dingen von einem Gerichtsverfahren; u.a. auch in Bezug auf die Atmosphäre. Während bei einer Gerichtsverhandlung strikte Regularien gelten und allein schon der Gerichtssaal ein wenig furchteinflößend wirken kann, geht es bei der einen oder anderen einer Mediation sogar ganz gemütlich zu. Ich finde, die Atmosphäre in der Mediation wird häufig unterschätzt. Dies, zumal sie den Erfolg eines Mediationsverfahrens entscheidend beeinflussen kann.

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Familienmediation – besser mit oder ohne Kinder?

Liebe Leserinnen und Leser!

In einer Familienmediation geht es häufig um Konflikte aufgrund von familiären Veränderungsprozessen. Hierzu gehören oft Trennungen oder Scheidungen und die damit zusammenhängenden „Folgesachen“. Es stehen Themen wie Unterhalt, Aufteilung des Vermögens und Hausrats oder die Umgangsregelung für die gemeinsamen Kinder auf der Tagesordnung. Wie ich im Beitrag Familienmediation in Pandemie-Zeiten schon aufgeführt hatte, ist es während der Corona-Pandemie besonders häufig zu innerfamiliären Konflikten und dem damit verbundenen gesteigerten Mediations-Bedarf gekommen.

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Umgang mit Aggressionen

Liebe Leserinnen und Leser!

In Mediationsverfahren geht es um die Be- und Verarbeitung von Konflikten. Und wenn zwei sich streiten, dann kann es mitunter „hoch hergehen“. Die Rede ist von Aggressionen, die durchaus zu Eskalationen führen können. Als Mediator muss ich mich also intensiv mit dem Thema Aggressionen auseinandersetzen.

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Das innere Kind

Liebe Leserinnen und Leser!

Wir alle waren einmal Kind und ein großer Teil unserer Kindheit hat uns nachhaltig geprägt. Die Rede ist vom „inneren Kind“, das in jedem Erwachsenen auch heute noch verborgen ist. Insbesondere die ersten sieben Jahre sollen nach gängiger Ansicht der Psychologen über unsere Persönlichkeit sowie unser Selbstwertgefühl bestimmen. Wenn wir als Kind negative Erfahrungen gemacht haben, beeinflusst dies auch als Erwachsener unser Verhalten. Wurden wir früher oft gekränkt und haben unschöne sowie belastende Erlebnisse gehabt, gemacht, erlebt und gefühlt, bleiben diese Wunden und Narben tief in uns verwurzelt. Und so beeinflusst unser inneres Kind auch heute noch unser Verhalten und kann unverhältnismäßige Reaktionen, falsche Entscheidungen, Angstzustände und Konflikte begünstigen.

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Die Bedeutung des Zuhörens in der Kommunikation

Liebe Leserinnen und Leser!

Wenn wir davon sprechen, dass uns im Alltag etwas „untergegangen“ ist, haben wir häufig einfach nicht richtig zugehört. Fast jeder von uns kennt die Situation, in der wir gedanklich mit etwas beschäftigt sind und dem anderen nur mit einem „halben Ohr“ zuhören. Dies führt nicht selten zu Konflikten und dem altbekannten Vorwurf „Du hast mir nicht zugehört!“.

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Der Umgang mit dem „Ich“

Liebe Leserinnen und Leser!
Es gibt unendlich viele Bücher und Ratgeber über das „Miteinander“, also darüber, wie wir beispielsweise Konflikte in Beziehungen vermeiden und generell besser mit anderen Menschen umgehen können. Nur wenige denken aber einmal darüber nach, wie man eigentlich mit sich selbst umgeht. Manchmal behandeln wir uns gut und an anderen Tagen vernachlässigen wir vielleicht unsere Bedürfnisse – all das tun wir aber, ohne überhaupt eine Sekunde darüber nachzudenken. Ich bin der Meinung, das ist nicht richtig. Denn wenn wir mit dem eigenen „Ich“ schon so unbewusst umgehen, haben wir aller Wahrscheinlichkeit auch keine vernünftige Basis, um mit anderen Menschen gut umzugehen.
Deshalb möchte ich Ihnen heute ans Herz legen, wie und warum Sie sich selbst mehr um Ihr „Ich“ kümmern sollten.

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Schwere Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung überstehen

Liebe Leserinnen und Leser!

Die Corona-Pandemie hat jedem von uns Kraft abverlangt. Wir alle waren einsam, ängstlich und fühlten uns in unserer Freiheit beraubt. All das hat auch Spuren in unserer Psyche hinterlassen, weshalb Workshops, Ratgeber und Kurse zum Thema Resilienz neuerdings Hochkonjunktur haben. Dabei gibt es die Wissenschaft rund um die Fähigkeiten, auf Herausforderungen mit einer Anpassung des eigenen Verhaltens zu reagieren, schon sehr lange.

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Die Bitte um Verzeihung – Geste von Größe und Schwäche zugleich

Liebe Leserinnen und Leser!

Wenn wir draußen versehentlich jemanden anrempeln, dann kommt uns das Wort „Entschuldigung“ fast schon automatisch über die Lippen. Sich für ein Versehen oder einen kleinen Fehler zu entschuldigen, fällt eigentlich jedem leicht. Schließlich haben wir es schon als Kinder beigebracht bekommen, wann wir uns zu entschuldigen haben.

Ganz anders sieht es aber aus, wenn wir wirklich etwas auf dem „Kerbholz“ haben - uns also in irgendeiner Weise falsch verhalten haben. Haben wir beispielsweise ein Geheimnis verraten oder unsere schlechte Laune richtig fies an einem anderen Menschen ausgelassen, übernehmen Schuldgefühle und Scham die Oberhand. Automatisch versuchen wir dann, unser Handeln zu rechtfertigen und weisen die Verantwortung von uns. Wahrscheinlich haben wir alle schon einmal unser etwas unwirsches Verhalten auf Stress bei der Arbeit geschoben. Um Verzeihung zu bitten fällt uns schwer und kostet viel Überwindung – aber warum eigentlich?

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Bleibt alles anders?

Liebe Leserinnen und Leser!

In dieser seltsam aufwühlenden und zermürbenden Pandemie-Zeit haben wir alle viel Zeit zum Nachdenken. Seit mehr als einem Jahr haben wir das Gefühl, dass alles irgendwie „anders“ ist und viele wünschen sich ihr altes Leben zurück. Menschen sind von Natur aus so gestrickt, dass sie Veränderungen zunächst einmal vorsichtig betrachten und sich vielleicht sogar ein wenig davor fürchten. Haben wir uns mit der Veränderung etwas mehr beschäftigt, siegt jedoch die Neugier und wir wagen den Schritt in die Ungewissheit.

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Familienmediation in Pandemie-Zeiten

Liebe Leserinnen und Leser!

Es steht außer Frage, dass die Coronavirus-Pandemie unser komplettes Leben seit mehr als einem Jahr quasi auf den Kopf stellt. Viele von uns arbeiten im Homeoffice, die Kinder lernen per Video-Konferenz und unser gesellschaftliches Leben beschränkt sich auf einen ganz kleinen Kreis. Dadurch, dass wir alle gefühlt ewig schon „aufeinander hocken“, ist es schwer, sich gegenseitig nicht auf den Nerv zu gehen. Die extremen Veränderungen in Berufs- und Privatleben sowie der Stress lassen uns unsere Partner und Kinder auf eine ganz andere Art und Weise kennenlernen. Nicht immer verläuft das aber harmonisch. Manchmal entdecken wir an unserem Gegenüber etwas, was uns gar nicht in den Kram passt.

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Warum Querdenker gar nicht quer denken

Liebe Leserinnen und Leser!

In der Corona Pandemie vergeht kaum eine Woche, in der nicht über Querdenker berichtet wird. Gemeint sind damit Menschen, die sich der im Frühjahr 2020 von Michael Ballweg gegründeten „Freiheits-Initiative“ oder „Freiheits-Bewegung“ angeschlossen haben und durch Demonstrationen, Autokorsos und andere Protest-Aktionen auf sich aufmerksam machen. Ihren Ursprung hat die Querdenker-Bewegung in Stuttgart, wobei sich mittlerweile knapp 70 Ableger über Deutschland verteilen.

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Vorteile der Wirtschaftsmediation

Liebe Leserinnen und Leser!

Vor Kurzem habe ich eine Mediation durchgeführt, von der ich heute berichten möchte, da ich anhand dieses Beispiels die vielen Vorteile der Wirtschaftsmediation gut erklären kann:

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Mediation oder Gerichtsverfahren?

Liebe Leserinnen und Leser!

Es gibt noch immer sehr viele Menschen, die nicht genau wissen, was Mediation eigentlich bedeutet. Erklärt man es, wird sehr häufig nach den Unterschieden, Vor- und Nachteilen zwischen Mediationsverfahren und Gerichtsverfahren gefragt. An dieser Stelle möchte ich daher einmal versuchen, einen Großteil der Fragen nachvollziehbar zu beantworten:

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Wahrung der Systemgesetze für weniger Konflikte

Liebe Leserinnen und Leser!

Kennen Sie die Systemgesetze? Ich bin mir sicher, dass Sie diese kennen. Sie haben vielleicht noch nicht direkt von Systemgesetzen gehört, aber Sie handeln fast tagtäglich ganz automatisch danach.

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Gedanken zu einem ganz besonderen Weihnachtsfest

Liebe Leserinnen und Leser!

In ein paar Tagen ist wieder einmal Weihnachten. Doch in diesem Jahr ist alles irgendwie anders und man hat das Gefühl, dass Weihnachten von der Corona Pandemie überschattet wird. Die Angst vor dem Virus und der damit verbundenen gesundheitlichen Gefährdung lässt uns die Adventszeit ganz anders wahrnehmen. Es fühlt sich im Gegensatz zu den vergangenen Jahren nicht so friedvoll an, oder? Wie auch, so ganz ohne Weihnachtsfeiern, Weihnachtsmärkte, Konzerte und andere so lieb gewonnene Traditionen?

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Zur

Ihr Kinderlein kommet, so kommet doch all! Zur Krippe her kommet in Bethlehems Stall und sehet, was in dieser hochheiligen Nacht der Vater im Himmel für Freude uns macht!

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Mediation im Projektmanagement

Liebe Leserinnen und Leser!

Überall dort, wo Menschen zusammenkommen, treffen unterschiedliche Charaktere und Persönlichkeiten aufeinander. Dies gilt sowohl im Privatleben als auch im Beruf. Jeder Mensch hat unterschiedliche Ansichten, Einstellungen und Arbeitsweisen. Und auf beruflicher Ebene obliegt es in der Regel dem Projektmanagement, alles „unter einen Hut“ zu bekommen.

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Mit Achtsamkeit gegen Stress und zu mehr Wohlbefinden

Liebe Leserinnen und Leser!

Wann haben Sie eigentlich das letzte Mal ganz bewusst ein Stück Schokolade genossen – ohne dabei an etwas anderes zu denken oder etwas anderes zu tun? Häufig machen wir solche Dinge nämlich einfach so „nebenbei“ und planen gedanklich schon den nächsten Arbeitstag oder das Mittagessen. Schließlich ist Multitasking doch modern und ermöglicht uns, besonders effizient zu arbeiten und zu organisieren. Aber wenn wir unsere Aufmerksamkeit einmal nur den Dingen widmen, die wir gerade tun und ihnen mit Offenheit sowie Akzeptanz begegnen, dann haben wir mitunter viel mehr vom Leben. Das Konzept der Achtsamkeit funktioniert genau auf diesem Prinzip und verspricht weniger Stress und deutlich mehr Wohlbefinden.

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WIE

„Wie soll ich dich empfangen und wie begegne ich dir?“ heißt es im ersten Choral von Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium. Ja, wie eigentlich?

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Aktives Zuhören – und wie es uns im Alltag helfen kann

Liebe Leserinnen und Leser!

Aktives Zuhören gehört eigentlich in den Bereich der Gesprächsführungstechniken. Dabei wechseln sich Fragen und Reformulierungen ab, um Verständnis für die Aussagen des Gesprächspartners zu entwickeln und ihm dies auch zu beweisen. Entwickelt wurde die Technik des Aktiven Zuhörens von dem US-Psychologen Carl Rogers, der sich intensiv mit der nicht direktiven Gesprächsführung befasst hat. Nach seiner Meinung können sich Gesprächspartner nämlich nur dann annähern, wenn sie sich gegenseitig respektvoll, warmherzig und vertrauensvoll ausdrücken. Nur in dieser Atmosphäre kann eine defensive Haltung aufgegeben werden, was zu einem freien Austausch führt. Das Aktive Zuhören kann meines Erachtens jedoch nicht nur in der Kommunikation zur Konfliktlösung hilfreich sein, sondern auch im Alltag. Denn durch aufmerksames Zuhören lassen sich häufig schon im Vorhinein Missverständnisse vermeiden.

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Widersprechen – aber bitte richtig!

Liebe Leserinnen und Leser!

Jeden Tag werden wir mit Informationen überflutet. Denken Sie nur einmal an die hitzigen Diskussionen rund um die Corona-Pandemie! Mit unzähligen Sichtweisen und Ideen müssen wir uns im Alltag auseinandersetzen. Den einen stimmen wir gerne zu und den anderen widersprechen wir mit Nachdruck. Wenn wir uns an Diskussionen beteiligen, unterstützen wir dadurch eine bestimmte Perspektive oder versuchen, andere von unserer Meinung zu überzeugen. Allerdings sollte immer auf die Qualität einer derartigen Diskussion geachtet werden, um Ausuferungen und Konsequenzen zu vermeiden. Denn insbesondere in der doch recht anonymen digitalen Welt findet Kommunikation häufig auf einem eher fragwürdigen Niveau statt.

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Vergeben & Vergessen – ist das wirklich so einfach?

Liebe Leserinnen und Leser!

Sehr häufig werden wir von unseren Menschen bewusst oder unbewusst verletzt. Es tut uns weh, wenn jemand etwas sagt, was unseren empfindlichsten Nerv trifft. Es macht uns traurig, wenn wir mit Vorwürfen konfrontiert werden, die nicht zutreffen. Oft geschehen diese Zwistigkeiten im Eifer des Gefechts und werden schnell durch eine Entschuldigung aufgefangen. Natürlich neigen wir dann dazu, „Schwamm drüber!“ oder „schon in Ordnung!“ zu sagen. Aber haben wir in diesem Moment denn wirklich schon verziehen? Wahrscheinlich nicht!

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Die Beziehungsphasen in der Paarmediation

Liebe Leserinnen und Leser!

Die Paarmediation kann als eine Art Konfliktmanagement für Paare betrachtet werden. Mit einer Paarmediation werde ich entweder beauftragt, um ein spezifisches Streitthema durch strukturierte Lösungsprozesse zu verarbeiten oder aber, wenn die Beziehung anhaltend gestört und aus dem harmonischen Gleichgewicht geraten ist. Ziel der Paarmediation ist nämlich keine Trennung, sondern ein gemeinsamer Weg in die Zukunft. Und um diesen Weg zu erkennen und zu ebnen, muss ich als Mediator die Beziehungsphasen meiner Medianden einschätzen können und sie im Idealfall auch erörtern.

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Kreative Konfliktlösung durch Bisoziation

Liebe Leserinnen und Leser!

Im Bereich der Mediation wird für die Lösung des jeweiligen Konflikts immer nach „kreativen“ Ideen gesucht. Unterstützt werden kann dieser Prozess durch die von dem Schriftsteller Arthur Koestler geprägte Bisoziation, die ich Ihnen heute einmal etwas näherbringen möchte.

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Treu

Dieses Wort hat eine altertümliche Anmutung. Viel ausgeprägter als andere Wörter im Deutschen. Es wirkt alt, nahezu sagenhaft. Wie aus einer lange vergangen Mär. Herübergetragen aus einer Zeit, als man sich noch, dicht um ein offenes Feuer geschart, Geschichten erzählte oder erzählen ließ. Geschehnisse aus den weiter entfernteren Dörfern. Oder den großen Städten, die man vielleicht ein ganzes Leben nie betrat. Oder aus Ländern noch weiter weit weg von der eigenen Lebenswelt, sagen-und märchenhaft schon nur ihre Namen und erst recht das, was sich dort zutrug: Könige, Fürsten, Hochzeiten, Turniere, Kriege, neue Bündnisse, herausragende Heldentaten, Zeugnisse unverbrüchlicher Treue ebenso wie des schändlichsten Verrats. All das ins Fantastische überhöht und damit erst recht geeignet für eine gebannt lauschende Runde am knisternden Feuer.

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Mediation mit Narzissten – möglich oder unmöglich?

Liebe Leserinnen und Leser!

Ein Narzisst wirkt nach außen hin selbstbewusst und souverän. Er weiß sich darzustellen und auszudrücken. Schließlich dreht sich die Welt eines Narzissten nur um eins – nämlich um sich selbst! Und auch wenn es etwas übertrieben dargestellt sein mag, ist der Umgang mit Narzissten selten einfach. Viele sonst so erfolgreiche Kommunikationstechniken und Verhaltensweisen prallen an einem Narzissten einfach ab. Narzissten können sogar krank machen. Arbeitet oder lebt man mit ihnen dauerhaft zusammen, leiden Selbstwertgefühl und Psyche unter den ständigen Attacken und Abwertungen.

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Sommerzeit

Sommer. Lange Tage. Wärme. Gras unter nackten Füßen. Wolkenschlösser bauen. Blau. Golden. Weite. Das Meer. Muscheln suchen. Über sich hinaussehen. Tiefer atmen. Augenblicke von Ewigkeit. Nichts erwarten und alles erhalten. Fülle schmecken.

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Echte und verdeckte Emotionen in der Mediation

Liebe Leserinnen und Leser!

Wie fühlen Sie sich heute? Eigentlich wird diese Frage häufig aus Anstand gestellt, um sich nach dem Befinden zu erkundigen. Doch „fühlen“ können wir eigentlich nur Emotionen, die auch in Konflikten eine zentrale Rolle spielen.

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Mediation bringt Klarheit – und warum Harmonie nicht immer das Maß aller Dinge ist

Liebe Leserinnen und Leser!

Wenn bei mir das Telefon klingelt und sich ein Interessent nach einer Mediation erkundigt, erwähnen viele das Wort „Harmonie“. Viele Interessenten gehen automatisch davon aus, dass nach der Mediation wieder ein harmonisches Verhältnis zwischen den Kontrahenten besteht. Zum Teil ist dies auch möglich, jedoch nicht immer. Was die Mediation jedoch fast immer herbeiführt: Klarheit! Und Klarheit kann manchmal einen viel höheren Stellenwert in unserem Leben einnehmen als Harmonie.

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Wie gewaltfreie Kommunikation auch bei Konflikten mit Kindern helfen kann

Liebe Leserinnen und Leser!

Wie oft wünschen wir uns, noch einmal „klein zu sein“, wenn wir an unsere sorgenfreie Kindheit denken. Schließlich mussten wir uns selbst kaum um etwas kümmern. Entscheidungen wurden von unseren Eltern getroffen und eher selten ausdiskutiert. Heute sieht das Ganze etwas anders aus. Die Kommunikation mit Kindern hat sich entscheidend gewandelt. Ihnen wird mehr Raum gegeben, eigene Entscheidungen zu treffen und auch Konflikte durchzustehen.

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Deine

Jeder hat sicherlich schon einmal diese Situation erlebt oder zumindest beobachtet. Oder kann sie sich vorstellen. Es ist eine archaische Szene. Eine Szene aus Kindertagen. Zwei Kinder stehen sich gegenüber. Sie haben ein Spielzeug in der Hand. Beide. Dasselbe. Denn sie haben es zwischen sich, jeder an einer anderen Seite und versuchen nun, es zu sich zu ziehen, die Macht zu erlangen, über das Spielzeug oder den anderen, was oft zusammenfällt. Sie rangeln sich um dieses Spielzeug. Eine Puppe, einen Bagger, um das Polizeiauto mit der großartigen rotierenden und blinkenden Sirene. Das besonders hübsche Malbuch, das das eine Kind zuerst ausmalen wollte. Endlos ist die Reihe dessen, um was es gehen könnte.

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Mit gewaltfreier Kommunikation gegen Wut und Ärger

Liebe Leserinnen und Leser!

Mit Sicherheit kennen auch Sie Situationen, in denen Sie sich maßlos über andere Menschen oder Dinge ärgern. Ja, auch mir geschieht dies häufig, obwohl ich als Mediator und Coach auf den Umgang mit Emotionen sensibilisiert bin. In einem langen Stau oder bei einem Fußballspiel können auch meine Nerven ganz schön strapaziert werden. Gut ist aber, dass ich mich recht schnell wieder daran erinnere, wie ich mit Wut und Ärger umgehen kann. Mit Hilfe der kurz GFK genannten gewaltfreien Kommunikation lässt sich Ärger mit etwas Übung nämlich förmlich in Luft auflösen.

 

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Streit am Arbeitsplatz bitte nicht aussitzen

Liebe Leserinnen und Leser!

Kennen Sie das Sprichwort „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“? Gemeint ist damit, dass insbesondere Auszubildende und Lehrlinge zunächst lernen müssen, sich ein dickeres Fell wachsen zu lassen. Sie müssen mal die Faust in der Tasche machen, klein beigeben und Arbeitsanweisungen undiskutiert ausführen. Dieser Lernprozess ist langwierig und endet eigentlich nie. Beruf und Arbeit sind nahezu immer mit Konflikten verbunden. Manchmal kommen wir mit dem Vorgesetzten nicht aus und an einem anderen Tag finden wir einen Arbeitskollegen zum Davonlaufen. Da wir einen Großteil unserer Zeit mit Arbeit verbringen, verwundert das hohe Konfliktpotenzial nicht.

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Nicht

Tu das nicht! Vergiss das nicht! Bleibe nicht stehen! Rede nicht!

Sätze, schon hundertmal gehört. Oder selbst ausgesprochen. Sätze mit nicht. Doch was hat es auf sich mit dem nicht? Ist es denn nichts? Nein, es ist nicht nichts. Es ist anders als nichts. Es ist einfach nur nicht. Und schnell bemerken wir, das Wort nicht kann nicht alleinstehen. Es braucht die Verbindung zum Verb, zu einem Tätigkeitswort im Deutschen.  Es hängt sich dort fest, krallt sich ein. Es ist also verkürzt gesagt: eine Aufforderung zum Nicht-Handeln.  Etwas nicht zu tun. Sondern es zu lassen. Eine Verneinung des Tuns. Diese Sätze (siehe oben) klingen hart, irgendwie unfreundlich, wie Befehle beinah.

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Umgang mit Kindeswohlgefährdungen in der Mediation

Liebe Leserinnen und Leser!

Heute möchte ich mich mit einem ernsten Thema beschäftigen, von dem häufig in den Medien berichtet wird und das auch meine Arbeit als Mediator betreffen kann – der Kindeswohlgefährdung.

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Ist Moral eigentlich überall gleich?

Liebe Leserinnen und Leser!

Noch immer grassiert die Corona-Pandemie. Wir alle halten uns fast durchgehend in den eigenen vier Wänden auf. Das öffentliche Leben ist stark eingeschränkt und vielen von uns „qualmt“ schon der Kopf vom vielen Nachdenken. Gefühlt schwankt man tagtäglich zwischen absoluter Fassungslosigkeit über die auf der ganzen Welt herrschenden Situation und Demut, dass es uns im Verhältnis zu anderen Menschen doch noch gut geht. Emotional werden wir im Moment nahezu durchgeschüttelt.

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Aktuell wie nie zuvor – die Onlinemediation

Liebe Leserinnen und Leser!

Die Mediation basiert als außergerichtliches Streitbeilegungsverfahren auf direkter Kommunikation. In Gesprächen werden Positionen und Interessen dargelegt sowie nach ganzheitlichen Konfliktlösungen gesucht. Dies geschieht in mehreren Mediationsgesprächen, zu dem sich die Medianden mit dem Mediator treffen. Jetzt aber befinden wir uns mitten in der Corona-Pandemie und auch ansonsten ist es manchmal nicht so einfach möglich, mehrere Mediationstermine mit Medianden aus den unterschiedlichsten Regionen durchzuführen. Der Bedarf an Onlinemediationen wächst und wird auch in Zukunft einen hohen Stellenwert einnehmen, weshalb ich diese Möglichkeit einmal näher betrachten möchte.

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Mediation am Arbeitsplatz

Liebe Leserinnen und Leser!

Vor Kurzem wurde ich beauftragt, eine arbeitsrechtliche Mediation in einem mittelständischen Maler-Unternehmen durchzuführen. Der Geschäftsführer des Unternehmens hatte mich darum gebeten, weil er das Gefühl hatte, dass mit einem seiner besten Mitarbeitern etwas nicht stimmt. Er meinte, dass dieser seit Wochen einen unzufriedenen Eindruck machen und sich vom Team abkapseln würde. Auch Gesprächsangebote wurden von diesem Mitarbeiter abgelehnt, sodass zur Vermeidung einer Kündigung letztendlich meine Beauftragung erfolgte.

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Corona-Exil – Tipps und Tricks zur Konfliktvermeidung

Liebe Leserinnen und Leser!

Die Corona-Pandemie hält die Welt in Atem. Wir dürfen, müssen und sollen alle zu Hause bleiben, was sehr wichtig ist und auch an dieser Stelle auch betont werden soll. Denn das starke Einschränken sozialer Kontakte dient unserem und dem gesundheitlichen Schutz anderer Menschen. Unterbrechen wir die drastisch schnelle und dynamisch agierende Infektionskette, hilft dies dabei, die Verbreitung des Virus einzudämmen und der Wissenschaft Zeit zu schenken, Wege aus der Corona-Krise zu finden. Das alles haben Sie aber wahrscheinlich schon 100 Mal gelesen oder gehört. Und eigentlich geht es mir in meiner Funktion als Mediator auch um ein anderes Thema, nämlich dem anschwellenden Konfliktpotenzial im Corona-Exil:

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Richtige Kommunikation – weniger Konflikte

Liebe Leserinnen und Leser!

Jeden Tag haben wir mit Menschen zu tun. Ob im Privatleben oder bei der Arbeit – wir kommunizieren kontinuierlich mit Partnern, Freunden, Kollegen und Fremden. Wir können gar nicht „nicht“ kommunizieren. Leider scheint es jedoch so, dass wir häufig bei der Kommunikation irgendetwas falsch machen und es deshalb zu Missverständnissen und Konflikten kommt. Sehr oft reden wir aneinander vorbei oder hören nicht richtig zu, was in Irritationen und Frust mündet. Auch die Tatsache, dass uns erst später einfällt, was wir besser hätten sagen können, trägt nicht unbedingt zu mehr Harmonie bei. Dann nämlich ärgern wir uns über uns selbst.

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Konsensmethoden in der Mediation

Liebe Leserinnen und Leser!

Das Ziel einer Mediation ist immer die Herbeiführung einer Konsenslösung, also einer Übereinstimmung aller Beteiligten bzw. beider Medianden. Leider ist dies nicht immer möglich. Insbesondere bei Konflikten, die sich mit der Verteilung begrenzter Ressourcen beschäftigen, kann jedoch die „Adjusted Winner Methode“ helfen, die ich heute einmal näher vorstellen möchte.

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Häufige Fehler in der Mediation

Liebe Leserinnen und Leser,

letzte Woche habe ich ein Gespräch zwischen zwei Arbeitskollegen verfolgen können, die sich über Fehler unterhalten haben. Sie haben erzählt, welche Fehler ihnen schon während der Arbeit unterlaufen sind und wie die Konsequenzen daraus ausgesehen haben. Fehler an sich betrachte ich eigentlich nicht als besonders schlimm. Denn Fehler machen ist schließlich menschlich und das Einsehen eines Fehlers bietet eine Menge Lernpotenzial. Und dennoch versuchen wir, Fehler zu vermeiden. Aus beruflicher Sicht ist dies mit Sicherheit sinnvoll. Denn wenn ich Fehler in Bezug auf Mediationen betrachte, gibt es schon viel, was dabei falsch laufen kann.

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Darum bin ich gern Mediator:

Liebe Leserinnen und Leser,

mir ist aufgefallen, dass viele Menschen nicht gerne zur Arbeit gehen. Sie fühlen sich nicht wohl, werden unterschätzt oder kommen nicht mit ihren Kollegen klar. Doch eigentlich sollte es doch anders sein, oder? Arbeit sollte Spaß machen! Und das ist auch ein Grund, warum ich mich entschlossen habe, Mediator zu werden. Außerdem erreiche ich durch Mediation viele Menschen und kann ihrem Leben etwas Gutes beisteuern.

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Wunschdenken: Mediation als Schulfach

Liebe Leserinnen und Leser,

in den Nachrichten hören wir von Messerstechereien unter Teenagern, Prügelattacken gegen Lehrer und schonungslose Gewalt gegen Mobbingopfer. Das Aggressionspotenzial an deutschen Schulen ist hoch und wächst immer weiter, wobei sowohl Täter als auch Opfer erschreckender Weise immer jünger werden. Nicht nur in sogenannten „Brennpunkten“ wird unter Schülern geprügelt, geschimpft, gespottet und geschlagen, sondern auch in ansonsten als ruhig geltenden Vororten und Wohngegenden. Die Anwendung körperlicher Gewalt und sprachlicher Verrohung ist dabei ein Indiz dafür, dass die jüngere Generation nicht mehr in der Lage ist, Konflikte vernünftig zu lösen. Schuld trägt hieran auch der Cyberspace, der Kinder und Jugendliche virtuell abstumpfen lässt. Beleidigungen werden heute kaum noch als solche wahrgenommen, sondern gelten als „normal“.

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Unabhängigkeit, Neutralität und Allparteilichkeit in der Mediation

Liebe Leserinnen und Leser,

auch wenn die Mediation als Methode der außergerichtlichen Streitbeilegung noch nicht so bekannt ist, wie es nach meiner Meinung eigentlich sein sollte, ist sie an verschiedene gesetzliche Regelungen geknüpft. In diesem Zusammenhang werden häufig die Grundlagen der Mediation genannt, die eigentlich ein Anforderungsdreieck an Mediatoren beschreiben. Mit „Unabhängigkeit, Neutralität und Allparteilichkeit“ definiert das Mediationsgesetz diese Anforderungen für Laien vermutlich etwas undurchsichtig.

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Mit Scheidungsmediation gegen den Rosenkrieg

Streitigkeiten in Ehe oder Partnerschaft sind stressig und Stress kann bekanntlich krank machen. Durchschnittlich 40 Prozent aller Krankschreibungen in Deutschland können auf psychosomatische Beschwerden zurückgeführt werden. Damit Streitigkeiten in der Familie deutlich weniger Stress verursachen und auch nicht auschließlich vor Gericht ausgefochten werden müssen, bietet sich in vielen Fällen eine Mediation an.

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Humor in der Mediation

Einen traurigen Menschen versuchen wir häufig durch einen Witz wieder zum Lachen zu bringen und dadurch etwas aufzuheitern. Und auch Sprichwörter wie „Lachen ist gesund!“ oder „Humor ist, wenn man trotzdem lacht“ haben sicherlich ihre Daseinsberechtigung. Ein kleiner Scherz kann die Stimmung auflockern und manchmal ist es genau das, was meine Medianden bei ihren Blockaden auf dem Weg zur Konfliktlösung brauchen. Dennoch bin ich vorsichtig, wenn ich mit Kollegen über Humor in der Mediation diskutiere. Denn ich bin der Ansicht, dass Humor zwar ganz gezielt in der Mediation eingesetzt werden darf; dies aber von einer guten Portion Fingerspitzengefühl abhängig ist. Schließlich ist es auch hier wie in vielen anderen Bereichen des Lebens: Was der eine mag, stößt beim anderen vielleicht auf Ablehnung und was für den einen zu wenig ist, überschreitet das Maß des anderen womöglich um das Vielfaches. Also, wie viel Humor verträgt die Mediation?

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Was Wünsche mit Wundern zu tun haben

Liebe Leserinnen und Leser,

wir Mediatoren analysieren spätestens in der Mediationsausbildung den Unterschied zwischen offenen und geschlossenen Fragen. Auf geschlossene Fragen lautet die Antwort oftmals „ja!“ oder eben „nein!“, weshalb sie in der Mediation regelmäßig nur für Feststellungen genutzt werden.

Offene Fragen bieten hingegen eine umfangreiche Bandbreite in ihrer Beantwortung. Damit fragen wir nach Meinungen, Vorgängen oder Positionen. Es handelt sich dabei nicht selten um die typischen W-Fragen; also nach „Wer?“, „Wie?“, „Was?“, „Wann?“ und „Wo?“. Wenn Mediatoren offene Fragen stellen, möchten wir die Beziehungen zwischen den Medianden analysieren. Wir fragen zum Beispiel nach der Entstehungsgeschichte des Konflikts oder was die Medianden an der Auseinandersetzung besonders schlimm finden. Mit „ja“ oder „nein“ lässt sich hierauf nicht antworten.

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Haltung des Mediators, nicht nur in der Mediation

Liebe Freunde der Mediation,

manchmal ist es wichtig, eine gewisse Haltung einzunehmen. Beim Sport wird eine körperlich angespannte Haltung eingenommen, um als Erster schnell vom Startplatz wegzukommen. Der Balletttänzerin sehen wir gerade wegen ihrer eleganten Haltung so gerne zu. Politiker nehmen hingegen eine Haltung an, die Macht und Überlegenheit ausdrücken soll. Und wenn wir an unser Elternhaus zurückdenken, wurde uns immer wieder gesagt, dass wir eine vernünftige Haltung bewahren sollen, statt einfach halb schräg auf der Couch rumzulümmeln, oder? Kopf hoch, Rücken gerade, Brust raus – und so wurde dann bitteschön auch der neue Nachbar von Gegenüber begrüßt, damit der Grundstein für den guten ersten Eindruck gelegt werden konnte.

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Mediation in der Natur

Liebe Naturfreunde und solche, die es noch werden wollen!

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Kommunikationsdefizite dank social-media-Sucht

Liebe Menschen!

Eigentlich wollte ich diesen Blogbeitrag ganz gezielt an meine Liker, Follower, Abonnenten, Hater, User, virtuellen Freunde oder … wie auch immer … richten. Nach kurzer Überlegung wende ich mich jedoch an euch Menschen, was mir eigentlich auch viel lieber ist. Manchmal scheint mir nämlich, dass sich Onlinemenschen von der profanen Gattung Homo sapiens unterscheiden.

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Was hat Mediation mit Psychologie zu tun?

Die Mediation ist ein Verfahren der außergerichtlichen Konfliktbeilegung, bei der durch den Mediator Kommunikationstechniken angewandt werden, die ursprünglich aus der Psychologie stammen.

Auseinandersetzungen und Streitigkeiten erschaffen häufig einen psychischen Ausnahmezustand. Die „Schuld“ der Konfliktpartei sowie die eigenen Verluste und Kosten werden dramatisiert, der eigene Beitrag zur Streitigkeit wird bagatellisiert oder einfach legitimiert. Die Konfliktparteien sind außer sich. Die Durchsetzung ihrer Konfliktposition sowie die Vergeltung von Unrecht überwiegen. Gelingt es dem Mediator, diese mentalen Sperren wieder aufzuheben und wichtige Anliegen wieder verfügbar zu machen, relativiert sich die Bedeutung der Auseinandersetzung und der Blick wird für das Erwägen von Lösungsoptionen eröffnet. Derartige Win-Win-Situationen werden nur durch eine Transzendierung des Konflikts ermöglicht, wofür es unterschiedliche strategische und psychologische Mittel gibt.

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Mediation / Meditation: Wie ein kleiner Buchstabe Verwirrung stiften kann

Ein kleiner Buchstabe sorgt in der Mediationspraxis immer wieder für Verwirrung und - zugegeben, ziemlich lustige - Missverständnisse: Mediation und Meditation! Während die Mediation sich mit der einvernehmlichen Lösung von Konflikten beschäftigt, gehört die Meditation zu den spirituellen Techniken, seinen eigenen Geist zu beruhigen und wieder in Einklang zu bringen. Zwei völlig verschiedene Paar Schuhe? Vielleicht!

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ADR – wenn alternative Streitbeilegungsmethoden Verwirrung stiften

Ich befinde mich in einem Konflikt und brauche Unterstützung. Allerdings möchte ich damit nicht unbedingt vor Gericht gehen. An wen kann ich mich wenden? Darf ich mir einfach einen Mediator, Schlichter oder Schiedsmann aussuchen? - Diese und noch mehr Fragen werden sich regelmäßig dann gestellt, wenn es um alternative Streitbeilegungsmethoden geht. Nicht immer kann klar differenziert werden, da sich einige Methoden überschneiden oder ein und derselbe Anbieter mehrere Methoden im Repertoire hat.

Um dennoch ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen, sollen an dieser Stelle die Zusammenhänge ein wenig erläutert werden:

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Eskalationsstufen – was sie bedeuten und warum sie im Konfliktmanagement so wichtig sind

Für fast alles und jeden gibt es Maßeinheiten, Eingruppierungen und Klassifizierungen! Manche davon sind völlig unnötig, aber einige davon durchaus hilfreich. So ist es beispielsweise auch mit dem Phasenmodell der Eskalation, das der österreichische Konfliktforscher Friedrich Glasl zum Zwecke der Einteilung von Eskalationspotenzial in Ebenen und Stufen entwickelt hat. Nach herrschender Meinung können Konflikte, die eine gewisse Stufe auf der neunstufigen Eskalations-Leiter erreicht haben, nicht mehr ohne Hilfe eines Dritten gelöst werden. Das Modell von Glasl lässt sich auf alle Konflikte anwenden. Es gilt sowohl für Streitigkeiten zwischen Schülern, Eheleuten oder Angehörigen als auch für Auseinandersetzungen im Berufsleben.

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Burnout durch Mobbing und wie eine innerbetriebliche Mediation hier helfen kann

Mit „Burnout“ wird ein Zustand tiefer geistiger, emotionaler und körperlicher Erschöpfung beschrieben.

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Defizite in der Kommunikation

Ghosting – noch ein Beweis für die allgemeine Tendenz zur Wegwerfgesellschaft?

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Warum eine Mediation bei familiären Streitigkeiten oft die bessere Lösung ist

Streitigkeiten, die nicht verarbeitet und beigelegt werden, wirken sich insbesondere im privaten Bereich innerhalb einer Partnerschaft oder der Familie verheerend aus. Bricht unter Ehepartnern, Paaren oder Familienmitgliedern ein Streit aus, wird es regelmäßig emotional und geht unter die Gürtellinie. Die damit verbundenen psychischen Verletzungen belasten die Konfliktparteien im Gegensatz zu Auseinandersetzungen mit anderen viel nachhaltiger, weil sie durch enge Verbindungen stärker voneinander abhängig sind. Durch diese emotionale Nähe eskalieren Familienstreitigkeiten auch viel schneller und erhärten die Fronten derart, dass ohne Hilfe von außen eine Konfliktlösung unmöglich erscheint.

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Wann sind Einzelgespräche in der Mediation erlaubt und sinnvoll?

Auch nach der Einführung des Mediationsgesetzes im Jahr 2012 wurden die Diskussionen, wie eine Mediation im Idealfall durchgeführt werden soll, nicht still. Das Mediationsgesetz bietet Mediatoren lediglich einen Rahmen, der von allen Mediationsteilnehmern ausgeschöpft werden muss. Dieser gesetzlich vorgegebene Rahmen gewährt dem Mediator einen gewissen Spielraum und erlaubt unterschiedliche Interpretationen.

 

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Wann ist eine Mediation sinnvoll

Oft erscheinen uns Konflikte als „nicht lösbar“. Sie arten sowohl beruflich als auch privat in Streitigkeiten aus, bei dem niemand mehr einlenken und einen Kompromiss eingehen will. In vielen solcher Fälle kann eine Mediation helfen, eine Lösung zu finden. Um nachvollziehen zu können, wann eine Mediation als sinnvoll erscheint, muss zunächst das Prinzip der Mediation verstanden werden:

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Mediation verbessert Streitkultur

Der Begriff der Streitkultur kann unter psychologischen, literarischen, juristischen, philosophischen, historischen und nicht zuletzt soziologischen Aspekten betrachtet werden. Was jedoch allesamt gemeinsam haben ist das Vorhandensein eines Konflikts, einer Meinungsverschiedenheit oder einer Auseinandersetzung. Wer miteinander streitet, vertritt seinen eigenen Standpunkt und tritt für seine eigene Überzeugung ein. Nicht selten arten Streitigkeiten aus, werden persönlich, verletzend laut und ungestüm. Noch weniger selten sind allerdings Streitigkeiten, die letztendlich vor dem Richter landen, weil anderweitig keine Einigung mehr denkbar ist. Und was ein Gerichtsverfahren an Zeit, Nerven sowie Anwalts- und Gerichtsgebühren kostet, kann dem Durchschnittsbürger durchaus mal Magenschmerzen bereiten.

 

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Willkommen im Mediationsblog von Frank Hartung

Wir haben heute den 05. Februar 2018. Eben wurde der Mediationsblog eingerichtet. Von einem Blog erwartet man viele Inhalte, spannende Themen und reichhaltige Informationen. Bevor es damit aber los geht, habe ich einen Tipp und eine Bitte.

 

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© 2021 Frank Hartung » Ihr Mediator bei Konflikten in Familie, Erbschaft, Beruf, Wirtschaft, Nachbarschaft und Schule «  

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