Mediationsblog

Der Mediationsblog: Wissenswertes über Mediation und Streitbeilegung

In unserem Mediationsblog finden Sie Informationen und Neuigkeiten rund um die Themen Mediation und alternative Streitbeilegung.

Häufige Fehler in der Mediation

Liebe Leserinnen und Leser,

letzte Woche habe ich ein Gespräch zwischen zwei Arbeitskollegen verfolgen können, die sich über Fehler unterhalten haben. Sie haben erzählt, welche Fehler ihnen schon während der Arbeit unterlaufen sind und wie die Konsequenzen daraus ausgesehen haben. Fehler an sich betrachte ich eigentlich nicht als besonders schlimm. Denn Fehler machen ist schließlich menschlich und das Einsehen eines Fehlers bietet eine Menge Lernpotenzial. Und dennoch versuchen wir, Fehler zu vermeiden. Aus beruflicher Sicht ist dies mit Sicherheit sinnvoll. Denn wenn ich Fehler in Bezug auf Mediationen betrachte, gibt es schon viel, was dabei falsch laufen kann.

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Darum bin ich gern Mediator:

Liebe Leserinnen und Leser,

mir ist aufgefallen, dass viele Menschen nicht gerne zur Arbeit gehen. Sie fühlen sich nicht wohl, werden unterschätzt oder kommen nicht mit ihren Kollegen klar. Doch eigentlich sollte es doch anders sein, oder? Arbeit sollte Spaß machen! Und das ist auch ein Grund, warum ich mich entschlossen habe, Mediator zu werden. Außerdem erreiche ich durch Mediation viele Menschen und kann ihrem Leben etwas Gutes beisteuern.

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Wunschdenken: Mediation als Schulfach

Liebe Leserinnen und Leser,

in den Nachrichten hören wir von Messerstechereien unter Teenagern, Prügelattacken gegen Lehrer und schonungslose Gewalt gegen Mobbingopfer. Das Aggressionspotenzial an deutschen Schulen ist hoch und wächst immer weiter, wobei sowohl Täter als auch Opfer erschreckender Weise immer jünger werden. Nicht nur in sogenannten „Brennpunkten“ wird unter Schülern geprügelt, geschimpft, gespottet und geschlagen, sondern auch in ansonsten als ruhig geltenden Vororten und Wohngegenden. Die Anwendung körperlicher Gewalt und sprachlicher Verrohung ist dabei ein Indiz dafür, dass die jüngere Generation nicht mehr in der Lage ist, Konflikte vernünftig zu lösen. Schuld trägt hieran auch der Cyberspace, der Kinder und Jugendliche virtuell abstumpfen lässt. Beleidigungen werden heute kaum noch als solche wahrgenommen, sondern gelten als „normal“.

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Unabhängigkeit, Neutralität und Allparteilichkeit in der Mediation

Liebe Leserinnen und Leser,

auch wenn die Mediation als Methode der außergerichtlichen Streitbeilegung noch nicht so bekannt ist, wie es nach meiner Meinung eigentlich sein sollte, ist sie an verschiedene gesetzliche Regelungen geknüpft. In diesem Zusammenhang werden häufig die Grundlagen der Mediation genannt, die eigentlich ein Anforderungsdreieck an Mediatoren beschreiben. Mit „Unabhängigkeit, Neutralität und Allparteilichkeit“ definiert das Mediationsgesetz diese Anforderungen für Laien vermutlich etwas undurchsichtig.

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Mit Scheidungsmediation gegen den Rosenkrieg

Streitigkeiten in Ehe oder Partnerschaft sind stressig und Stress kann bekanntlich krank machen. Durchschnittlich 40 Prozent aller Krankschreibungen in Deutschland können auf psychosomatische Beschwerden zurückgeführt werden. Damit Streitigkeiten in der Familie deutlich weniger Stress verursachen und auch nicht auschließlich vor Gericht ausgefochten werden müssen, bietet sich in vielen Fällen eine Mediation an.

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Humor in der Mediation

Einen traurigen Menschen versuchen wir häufig durch einen Witz wieder zum Lachen zu bringen und dadurch etwas aufzuheitern. Und auch Sprichwörter wie „Lachen ist gesund!“ oder „Humor ist, wenn man trotzdem lacht“ haben sicherlich ihre Daseinsberechtigung. Ein kleiner Scherz kann die Stimmung auflockern und manchmal ist es genau das, was meine Medianden bei ihren Blockaden auf dem Weg zur Konfliktlösung brauchen. Dennoch bin ich vorsichtig, wenn ich mit Kollegen über Humor in der Mediation diskutiere. Denn ich bin der Ansicht, dass Humor zwar ganz gezielt in der Mediation eingesetzt werden darf; dies aber von einer guten Portion Fingerspitzengefühl abhängig ist. Schließlich ist es auch hier wie in vielen anderen Bereichen des Lebens: Was der eine mag, stößt beim anderen vielleicht auf Ablehnung und was für den einen zu wenig ist, überschreitet das Maß des anderen womöglich um das Vielfaches. Also, wie viel Humor verträgt die Mediation?

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Was Wünsche mit Wundern zu tun haben

Liebe Leserinnen und Leser,

wir Mediatoren analysieren spätestens in der Mediationsausbildung den Unterschied zwischen offenen und geschlossenen Fragen. Auf geschlossene Fragen lautet die Antwort oftmals „ja!“ oder eben „nein!“, weshalb sie in der Mediation regelmäßig nur für Feststellungen genutzt werden.

Offene Fragen bieten hingegen eine umfangreiche Bandbreite in ihrer Beantwortung. Damit fragen wir nach Meinungen, Vorgängen oder Positionen. Es handelt sich dabei nicht selten um die typischen W-Fragen; also nach „Wer?“, „Wie?“, „Was?“, „Wann?“ und „Wo?“. Wenn Mediatoren offene Fragen stellen, möchten wir die Beziehungen zwischen den Medianden analysieren. Wir fragen zum Beispiel nach der Entstehungsgeschichte des Konflikts oder was die Medianden an der Auseinandersetzung besonders schlimm finden. Mit „ja“ oder „nein“ lässt sich hierauf nicht antworten.

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Haltung des Mediators, nicht nur in der Mediation

Liebe Freunde der Mediation,

manchmal ist es wichtig, eine gewisse Haltung einzunehmen. Beim Sport wird eine körperlich angespannte Haltung eingenommen, um als Erster schnell vom Startplatz wegzukommen. Der Balletttänzerin sehen wir gerade wegen ihrer eleganten Haltung so gerne zu. Politiker nehmen hingegen eine Haltung an, die Macht und Überlegenheit ausdrücken soll. Und wenn wir an unser Elternhaus zurückdenken, wurde uns immer wieder gesagt, dass wir eine vernünftige Haltung bewahren sollen, statt einfach halb schräg auf der Couch rumzulümmeln, oder? Kopf hoch, Rücken gerade, Brust raus – und so wurde dann bitteschön auch der neue Nachbar von Gegenüber begrüßt, damit der Grundstein für den guten ersten Eindruck gelegt werden konnte.

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Mediation in der Natur

Liebe Naturfreunde und solche, die es noch werden wollen!

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Kommunikationsdefizite dank social-media-Sucht

Liebe Menschen!

Eigentlich wollte ich diesen Blogbeitrag ganz gezielt an meine Liker, Follower, Abonnenten, Hater, User, virtuellen Freunde oder … wie auch immer … richten. Nach kurzer Überlegung wende ich mich jedoch an euch Menschen, was mir eigentlich auch viel lieber ist. Manchmal scheint mir nämlich, dass sich Onlinemenschen von der profanen Gattung Homo sapiens unterscheiden.

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Was hat Mediation mit Psychologie zu tun?

Die Mediation ist ein Verfahren der außergerichtlichen Konfliktbeilegung, bei der durch den Mediator Kommunikationstechniken angewandt werden, die ursprünglich aus der Psychologie stammen.

Auseinandersetzungen und Streitigkeiten erschaffen häufig einen psychischen Ausnahmezustand. Die „Schuld“ der Konfliktpartei sowie die eigenen Verluste und Kosten werden dramatisiert, der eigene Beitrag zur Streitigkeit wird bagatellisiert oder einfach legitimiert. Die Konfliktparteien sind außer sich. Die Durchsetzung ihrer Konfliktposition sowie die Vergeltung von Unrecht überwiegen. Gelingt es dem Mediator, diese mentalen Sperren wieder aufzuheben und wichtige Anliegen wieder verfügbar zu machen, relativiert sich die Bedeutung der Auseinandersetzung und der Blick wird für das Erwägen von Lösungsoptionen eröffnet. Derartige Win-Win-Situationen werden nur durch eine Transzendierung des Konflikts ermöglicht, wofür es unterschiedliche strategische und psychologische Mittel gibt.

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Mediation / Meditation: Wie ein kleiner Buchstabe Verwirrung stiften kann

Ein kleiner Buchstabe sorgt in der Mediationspraxis immer wieder für Verwirrung und - zugegeben, ziemlich lustige - Missverständnisse: Mediation und Meditation! Während die Mediation sich mit der einvernehmlichen Lösung von Konflikten beschäftigt, gehört die Meditation zu den spirituellen Techniken, seinen eigenen Geist zu beruhigen und wieder in Einklang zu bringen. Zwei völlig verschiedene Paar Schuhe? Vielleicht!

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ADR oder Alternative Dispute Resolution – wenn alternative Streitbeilegungsmethoden Verwirrung stiften

Ich befinde mich in einem Konflikt und brauche Unterstützung. Allerdings möchte ich damit nicht unbedingt vor Gericht gehen. An wen kann ich mich wenden? Darf ich mir einfach einen Mediator, Schlichter oder Schiedsmann aussuchen? - Diese und noch mehr Fragen werden sich regelmäßig dann gestellt, wenn es um alternative Streitbeilegungsmethoden geht. Nicht immer kann klar differenziert werden, da sich einige Methoden überschneiden oder ein und derselbe Anbieter mehrere Methoden im Repertoire hat.

Um dennoch ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen, sollen an dieser Stelle die Zusammenhänge ein wenig erläutert werden:

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Eskalationsstufen – was sie bedeuten und warum sie im Konfliktmanagement so wichtig sind

Für fast alles und jeden gibt es Maßeinheiten, Eingruppierungen und Klassifizierungen! Manche davon sind völlig unnötig, aber einige davon durchaus hilfreich. So ist es beispielsweise auch mit dem Phasenmodell der Eskalation, das der österreichische Konfliktforscher Friedrich Glasl zum Zwecke der Einteilung von Eskalationspotenzial in Ebenen und Stufen entwickelt hat. Nach herrschender Meinung können Konflikte, die eine gewisse Stufe auf der neunstufigen Eskalations-Leiter erreicht haben, nicht mehr ohne Hilfe eines Dritten gelöst werden. Das Modell von Glasl lässt sich auf alle Konflikte anwenden. Es gilt sowohl für Streitigkeiten zwischen Schülern, Eheleuten oder Angehörigen als auch für Auseinandersetzungen im Berufsleben.

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Burnout durch Mobbing und wie eine innerbetriebliche Mediation hier helfen kann

Mit „Burnout“ wird ein Zustand tiefer geistiger, emotionaler und körperlicher Erschöpfung beschrieben.

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Defizite in der Kommunikation

Ghosting – noch ein Beweis für die allgemeine Tendenz zur Wegwerfgesellschaft?

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Warum eine Mediation bei familiären Streitigkeiten oft die bessere Lösung ist

Streitigkeiten, die nicht verarbeitet und beigelegt werden, wirken sich insbesondere im privaten Bereich innerhalb einer Partnerschaft oder der Familie verheerend aus. Bricht unter Ehepartnern, Paaren oder Familienmitgliedern ein Streit aus, wird es regelmäßig emotional und geht unter die Gürtellinie. Die damit verbundenen psychischen Verletzungen belasten die Konfliktparteien im Gegensatz zu Auseinandersetzungen mit anderen viel nachhaltiger, weil sie durch enge Verbindungen stärker voneinander abhängig sind. Durch diese emotionale Nähe eskalieren Familienstreitigkeiten auch viel schneller und erhärten die Fronten derart, dass ohne Hilfe von außen eine Konfliktlösung unmöglich erscheint.

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Wann sind Einzelgespräche in der Mediation erlaubt und sinnvoll?

Auch nach der Einführung des Mediationsgesetzes im Jahr 2012 wurden die Diskussionen, wie eine Mediation im Idealfall durchgeführt werden soll, nicht still. Das Mediationsgesetz bietet Mediatoren lediglich einen Rahmen, der von allen Mediationsteilnehmern ausgeschöpft werden muss. Dieser gesetzlich vorgegebene Rahmen gewährt dem Mediator einen gewissen Spielraum und erlaubt unterschiedliche Interpretationen.

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Wann ist eine Mediation sinnvoll

Oft erscheinen uns Konflikte als „nicht lösbar“. Sie arten sowohl beruflich als auch privat in Streitigkeiten aus, bei dem niemand mehr einlenken und einen Kompromiss eingehen will. In vielen solcher Fälle kann eine Mediation helfen, eine Lösung zu finden. Um nachvollziehen zu können, wann eine Mediation als sinnvoll erscheint, muss zunächst das Prinzip der Mediation verstanden werden:

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Mediation verbessert Streitkultur

Der Begriff der Streitkultur kann unter psychologischen, literarischen, juristischen, philosophischen, historischen und nicht zuletzt soziologischen Aspekten betrachtet werden. Was jedoch allesamt gemeinsam haben ist das Vorhandensein eines Konflikts, einer Meinungsverschiedenheit oder einer Auseinandersetzung. Wer miteinander streitet, vertritt seinen eigenen Standpunkt und tritt für seine eigene Überzeugung ein. Nicht selten arten Streitigkeiten aus, werden persönlich, verletzend laut und ungestüm. Noch weniger selten sind allerdings Streitigkeiten, die letztendlich vor dem Richter landen, weil anderweitig keine Einigung mehr denkbar ist. Und was ein Gerichtsverfahren an Zeit, Nerven sowie Anwalts- und Gerichtsgebühren kostet, kann dem Durchschnittsbürger durchaus mal Magenschmerzen bereiten.

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Willkommen im Mediationsblog von Frank Hartung

Wir haben heute den 05. Februar 2018. Eben wurde der Mediationsblog eingerichtet. Von einem Blog erwartet man viele Inhalte, spannende Themen und reichhaltige Informationen. Bevor es damit aber los geht, habe ich einen Tipp und eine Bitte.

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© 2020 Frank Hartung » Ihr Mediator bei Konflikten in Familie, Erbschaft, Beruf, Wirtschaft, Nachbarschaft und Schule «   🏠 06844 Dessau-Roßlau, Albrechtstraße 116    ☎ 0340 530 952 03