Manchmal wird in einem Konflikt kaum noch miteinander gesprochen. In anderen Fällen wird sehr viel geredet – aber die Beteiligten erreichen einander nicht mehr. Argumente wiederholen sich, Nachfragen werden als Angriffe verstanden, Gespräche enden im Rückzug oder immer wieder an derselben Stelle. Kommunikation findet noch statt, Verständigung jedoch kaum.
Solche Kommunikationsblockaden sind kein ungewöhnliches Begleitphänomen von Konflikten. Sie entstehen häufig nicht deshalb, weil Menschen grundsätzlich nicht miteinander reden können. Vielmehr können Enttäuschungen, Verletzungen, Misstrauen, unterschiedliche Wahrnehmungen oder die bisherige Konfliktgeschichte dazu führen, dass selbst gut gemeinte Gesprächsversuche nicht mehr ankommen.
