Zwei Schüler geraten immer wieder aneinander. Erst geht es um eine Bemerkung, später um Nachrichten in der Klassengruppe, schließlich reicht schon ein Blick auf dem Schulhof, damit der nächste Streit beginnt. Erwachsene könnten eingreifen und entscheiden, wer sich künftig wie zu verhalten hat. Es gibt aber noch eine andere Möglichkeit: Schüler unterstützen andere Schüler dabei, ihren Konflikt selbst zu klären.
Genau das ist die Idee der Schülermediation, häufig auch Peer-Mediation oder Streitschlichtung genannt. Dafür werden Schüler vorbereitet, Gespräche zwischen anderen Schülern zu begleiten. Sie entscheiden nicht, wer recht hat, und verteilen keine Strafen. Ihre Aufgabe besteht darin, den Streitenden einen Rahmen zu geben, in dem beide Seiten erzählen können, was passiert ist und was sie brauchen, damit der Konflikt nicht einfach weitergeht.