Glossar Mediation

Umdenken

Begriff Definition
Umdenken

Umdenken bezeichnet den Prozess des Überdenkens und möglichen Veränderns von Denk- und Verhaltensweisen. Es geht darum, alte Denkmuster und Gewohnheiten zu hinterfragen und gegebenenfalls neue, bessere Lösungsansätze zu finden. Umdenken kann auf verschiedenen Ebenen stattfinden, sei es auf persönlicher, gesellschaftlicher oder auch politischer Ebene. Es ist ein wichtiger Schritt, um mit neuen Herausforderungen und Veränderungen umzugehen und sich weiterzuentwickeln.

Umdenken in der Mediation
In der Mediation bezieht sich Umdenken auf die Fähigkeit der Konfliktparteien, ihre Sichtweise zu überdenken und neue Perspektiven einzunehmen. Es geht darum, aus dem starren Denken auszubrechen und sich für neue Lösungsmöglichkeiten zu öffnen. Umdenken ist ein zentraler Bestandteil der Mediation, da es den Weg zu einer konstruktiven und friedlichen Konfliktlösung ebnet.

Die Bedeutung von Umdenken in der Mediation
In einem Konflikt sind die beteiligten Parteien oft in ihren eigenen Denkmustern gefangen und sehen keine Möglichkeit, aus der Situation herauszukommen. Umdenken ermöglicht es ihnen, aus dieser Sackgasse auszubrechen und neue Wege zu finden. Es erfordert jedoch eine gewisse Offenheit und Bereitschaft, die eigene Sichtweise zu hinterfragen und sich auf die Perspektive des anderen einzulassen.

Umdenken als Grundlage für Verständnis und Empathie
Indem die Konfliktparteien bereit sind, ihre Denkmuster zu überdenken, können sie auch besser verstehen, warum der andere so handelt, wie er handelt. Dies schafft Verständnis und Empathie füreinander und kann zu einer Annäherung der Standpunkte führen. Eine solche Veränderung der Denkweise kann dazu beitragen, Vorurteile und negative Gefühle abzubauen und die Kommunikation zwischen den Parteien zu verbessern.

Ein Beispiel für Umdenken in der Mediation ist ein Konflikt zwischen zwei Nachbarn. Der eine beschwert sich ständig über den Lärm, den der andere beim Renovieren macht. Der Nachbar, der renoviert, ist der Meinung, dass es sein gutes Recht ist, in seiner eigenen Wohnung Lärm zu machen. In der Mediation werden beide Parteien dazu ermutigt, ihre Denkmuster zu überdenken und sich in die Lage des anderen zu versetzen. Der beschwerende Nachbar erkennt, dass der andere ein Recht auf Renovierungen hat, während der renovierende Nachbar versteht, dass der Lärm für den anderen störend ist. Durch dieses Umdenken können sie gemeinsam eine Lösung finden, die für beide akzeptabel ist, wie zum Beispiel bestimmte Zeiten für Renovierungsarbeiten festzulegen.

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