Glossar Mediation

Fachbegriffe aus dem Spektrum der Mediation.

Wer sich zum ersten Mal mit dem Thema Mediation auseinandersetzt, wird häufig mit Begriffen aus dem juristischen Bereich konfrontiert. Ich möchte Sie jedoch nicht mit Fachbegriffen beeindrucken, sondern wünschen mir, dass Sie die Inhalte unserer Webseite auch verstehen. Dennoch gibt es Begriffe, bei denen ich der Meinung bin, dass ich sie zum besseren Verständnis noch einmal erläutern sollte. Ich hoffe sehr, dass Sie sich von meinem FAQ-Bereich – den ich im Übrigen kontinuierlich weiter ausbauen werde – motivieren lassen, sich noch detaillierter mit der Mediation zu befassen.

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BegriffDefinition
LEAF Methode

Bei der LEAF Methode handelt es sich um eine schnelle und effiziente Konfliktlösungs-Methode des Konfliktlösungsberaters und Anthropologen Jeremy Pollack, die sich insbesondere für den beruflichen Bereich empfiehlt. Die Buchstaben LEAF stehen dabei für Listen (Zuhören), Empathize (Empathie), Entschuldigung (Apologize) und Problembehebung (Fix).

Konflikte am Arbeitsplatz führen zu negativen Emotionen, Stress und halten von der eigentlichen Arbeit ab. Die LEAF Methode ist geeignet, Konflikte schnell zu lösen, zu deeskalieren und die Beziehungen zu stärken. Der strukturierte Ablauf beinhaltet vier Schritte:

  1. Listen (aktives Zuhören)
    Im Konfliktgespräch sollten sich alle Beteiligten aufmerksam zuhören und nicht Verstandenes hinterfragen. Wichtig ist, dass man den Sprechenden ausreden lässt und nicht unterbricht. Zynische Kommentare sollten unterlassen werden. Durch das aktive Zuhören und Nachfragen wächst Verständnis, sodass auch Motive und Emotionen des jeweils anderen ersichtlich werden. Es wird ermöglicht, die Perspektive des jeweils anderen zu betrachten.

  2. Empathize (Empathie)
    In der Regel wollen sich Konfliktparteien gegenseitig nicht schaden, sondern handeln emotional und aus Ärger. Jetzt gilt es, mit Einfühlungsvermögen zu agieren und die Situation aus verschiedenen Sichtweisen zu bewerten. Statt in die Verteidigung zu gehen oder stur auf Positionen zu beharren kann Einfühlungsvermögen und Verständnis für Entspannung sorgen. Haben sich die Gemüter etwas beruhigt wird auch das Gespräch einfacher.

  3. Apologize (Entschuldigung)
    Jetzt ist es an der Zeit, dass derjenige, der einen Fehler gemacht hat, Verantwortung zeigt und sich aufrichtig entschuldigt. Auch wenn es um eine Lappalie geht hat sich der jeweils andere darüber aufgeregt und geärgert. Es tut dann also gut, wenn für die Unannehmlichkeiten eine aufrichtige Entschuldigung ausgesprochen wird.

  4. Fix (Wiedergutmachung)
    Je nach Situation kann jetzt nach Lösungen gesucht oder eine Wiedergutmachung angeboten werden. Der Fehler soll möglichst ausgeglichen und dabei betont werden, solche Fehler in der Zukunft vermeiden zu wollen.

Durch Techniken wie die LEAF Methode kann der Arbeitsalltag in zahlreichen Unternehmen vereinfacht werden. Die Arbeitszeit wird weniger von Konflikten blockiert, was auch aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoll erscheint. Zusätzlich profitiert das allgemeine Betriebsklima von weniger Auseinandersetzungen bzw. schnell gelösten Konflikten.

Die LEAF Methode eignet sich nicht nur für die Konfliktlösung im beruflichen Bereich, sondern kann auch im Privatleben angewendet werden. Die Methode funktioniert insbesondere bei Konflikten, die auf unterschiedlichen Wahrnehmungen sowie auf Missverständnissen beruhen. Auch hier wirkt sich die LEAF Methode positiv auf die Sozialkompetenz und die Kommunikation aus. Letztendlich kann die Anwendung der Methode auch zur Prävention vor neuen Konflikten genutzt werden.

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Lösung

In der Mediation wird davon ausgegangen, dass es für jeden Konflikt auch eine Lösung gibt. Die Mediation ist ein begleiteter Weg zu dieser Lösung. Das strukturierte Verfahren kann als eine Art Verstehensvermittlung betrachtet werden, bei dem die Medianden selbst freiwillig und eigenverantwortlich gemeinsam an einer einvernehmlichen Lösung des Konflikts arbeiten.

An der Lösungsfindung nehmen demnach beide Medianden teil. Lösungsoptionen werden gesucht, gesammelt, diskutiert und bewertet, bevor die Mediation zu ihrem eigentlichen Abschluss kommt. Die gefundene Lösung wird in der Regel in der Abschlussvereinbarung dokumentiert.

Der Mediator verleiht der Mediation dabei ihre typische Struktur. Er fördert die Kommunikation zwischen den Medianden, um Positionen, Interessen und Emotionen zu klären und zu verstehen. Medianden werden von ihm angeregt, andere Sichtweisen zu betrachten und sich in eine andere Lage zu versetzen. Mit diesem Wissen und Verständnis wird es den Medianden ermöglicht, ein Stück weit aufeinander zuzugehen und gemeinsam nach einer Lösung für das Problem zu suchen. Die Lösung in der Mediation ist im Idealfall eine Win-Win-Situation, von der beide Parteien auch in Zukunft profitieren. Die Beziehung zwischen den Medianden soll im Gegensatz zum Gerichtsverfahren, bei dem die Parteien nach dem Urteil häufig nicht mehr voneinander „wissen“ wollen, auch nach der Mediation noch fortbestehen.

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© 2022 Frank Hartung » Ihr Mediator bei Konflikten in Familie, Erbschaft, Beruf, Wirtschaft, Nachbarschaft und Schule «  

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