Konflikte können ganz unterschiedlich verlaufen. Manche bleiben bei einer Meinungsverschiedenheit, andere werden mit der Zeit immer schärfer. Gespräche werden schwieriger, Misstrauen wächst und irgendwann geht es vielleicht kaum noch um die ursprüngliche Sache. Genau hier setzt das Eskalationsmodell des österreichischen Konfliktforschers Friedrich Glasl an.
Glasl beschreibt Konflikteskalation als eine Entwicklung über drei Ebenen und neun Stufen. Das Modell ist keine mathematische Skala und auch keine Diagnose, mit der sich jeder Konflikt eindeutig einordnen lässt. Es bietet vielmehr eine Orientierung: Wie weit hat sich ein Konflikt bereits zugespitzt? Welche Handlungsmöglichkeiten bestehen noch? Und wann kann Unterstützung von außen sinnvoll werden?
