Stellen Sie sich vor, Sie wachen morgen früh auf und der Konflikt, der Sie seit Wochen oder Monaten beschäftigt, wäre verschwunden. Einfach so. Sie wissen nicht, wie es passiert ist. Sie wissen nur: Irgendetwas ist anders.
Woran würden Sie es merken? Vielleicht würden Sie die Veränderung an ganz kleinen Dingen bemerken. Vielleicht würden Sie morgens nicht mehr mit diesem unguten Gefühl zur Arbeit fahren. Vielleicht könnten Sie mit Ihrem Nachbarn wieder einen Satz wechseln, ohne sofort den nächsten Streit zu erwarten. Oder Sie würden beim Gedanken an ein bevorstehendes Gespräch nicht schon vorher überlegen, wie Sie sich verteidigen müssen. Die Wunderfrage fragt deshalb nicht zuerst nach einer Lösung. Sie fragt danach, woran ein Mensch Veränderung überhaupt erkennen würde.
