Glossar Mediation

Zielvereinbarung

Begriff Definition
Zielvereinbarung

Die Zielvereinbarung ist ein Prozess, der dazu dient, Klarheit und Einigkeit über die Ziele und Erwartungen innerhalb einer Organisation oder zwischen verschiedenen Parteien herzustellen. Durch die Festlegung von Zielen können Unternehmen und Teams ihre Ressourcen und Anstrengungen effektiv auf die Erreichung dieser Ziele ausrichten. Zielvereinbarungen dienen auch als Grundlage für die Leistungsbeurteilung und die Identifizierung von Entwicklungsbereichen.

Zielvereinbarung in der Mediation
In der Mediation bezieht sich die Zielvereinbarung auf den Prozess, bei dem die Konfliktparteien gemeinsam Ziele für die Lösung ihres Konflikts festlegen. Dieser Prozess ist ein wichtiger Schritt in der Mediation, da er dazu beiträgt, dass die Parteien sich auf ein gemeinsames Ziel einigen und ihre Anstrengungen darauf ausrichten können. Der Prozess der Zielvereinbarung in der Mediation umfasst in der Regel folgende Schritte:

  1. Identifikation der Bedürfnisse und Interessen
    Zunächst werden die Bedürfnisse und Interessen der Konfliktparteien identifiziert. Dies kann durch offene Gespräche und das Stellen von Fragen erreicht werden. Die Mediatorin oder der Mediator hilft den Parteien dabei, ihre Bedürfnisse und Interessen klar zu formulieren und zu verstehen.

  2. Priorisierung der Ziele
    Im nächsten Schritt werden die identifizierten Bedürfnisse und Interessen priorisiert. Dies bedeutet, dass die Parteien entscheiden, welche Ziele für sie am wichtigsten sind und welche weniger wichtig sind.

  3. Vereinbarung von gemeinsamen Zielen
    Auf der Grundlage der priorisierten Ziele werden gemeinsame Ziele vereinbart, die von beiden Parteien akzeptiert werden. Diese Ziele sollten spezifisch, messbar, erreichbar, relevant und zeitgebunden sein.

  4. Entwicklung von Maßnahmen
    Sobald die gemeinsamen Ziele festgelegt sind, werden Maßnahmen entwickelt, die ergriffen werden müssen, um diese Ziele zu erreichen. Diese Maßnahmen sollten von beiden Parteien gemeinsam entwickelt werden und können beispielsweise die Zusammenarbeit an bestimmten Aufgaben oder die Kommunikation in bestimmten Situationen beinhalten.

  5. Überprüfung und Anpassung
    Es ist wichtig, dass die vereinbarten Ziele und Maßnahmen regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst werden. Dies ermöglicht es den Parteien, den Fortschritt zu verfolgen und sicherzustellen, dass die Ziele immer noch relevant sind und die Maßnahmen effektiv sind.

Ein Beispiel für Zielvereinbarung in der Mediation könnte ein Konflikt zwischen zwei Mitarbeitern in einem Unternehmen sein. Die Mediatorin oder der Mediator hilft den Mitarbeitern dabei, ihre Bedürfnisse und Interessen zu identifizieren, zum Beispiel die Notwendigkeit einer besseren Kommunikation und Zusammenarbeit. Die Parteien priorisieren dann ihre Ziele und vereinbaren gemeinsame Ziele wie die Verbesserung ihrer Kommunikation und die Lösung von Konflikten auf konstruktive Weise. Als Maßnahmen könnten sie beispielsweise regelmäßige Teammeetings oder die Teilnahme an einem Kommunikationstraining vereinbaren. Durch die Zielvereinbarung können die Mitarbeiter ihre Konflikte lösen und ihre Zusammenarbeit verbessern, was letztendlich zu einem besseren Arbeitsklima und einer höheren Produktivität führt.

Zusammenfassung
Zielvereinbarungen schaffen Klarheit und Einigkeit über Ziele in Organisationen und dienen der Leistungsbeurteilung sowie der Identifizierung von Entwicklungsbereichen. In der Mediation helfen sie Konfliktparteien, durch Identifikation, Priorisierung und Vereinbarung spezifischer, messbarer, erreichbarer, relevanter und zeitgebundener Ziele, ihren Konflikt zu lösen. Gemeinsam entwickelte Maßnahmen zur Zielerreichung werden regelmäßig überprüft und angepasst, um Fortschritte zu sichern und die Relevanz der Ziele zu gewährleisten.

© 2024 Frank Hartung Ihr Mediator bei Konflikten in Familie, Erbschaft, Beruf, Wirtschaft und Schule

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