Glossar Mediation

Fachbegriffe der Mediatoren

Beginnen Sie Ihre Reise in die Welt der Mediation, kann der erste Kontakt mit spezifischem Vokabular durchaus herausfordernd sein. Es ist mir ein Anliegen, nicht mit schweren Termini zu prahlen, sondern vielmehr zu inspirieren, damit die Botschaften meiner digitalen Präsenz für Sie klar und verständlich sind. Gewiss, es finden sich einige Schlüsselworte, bei deren Erklärung ich fest davon überzeugt bin, dass sie Ihr Verständnis vertiefen werden. Mit großer Hoffnung blicke ich darauf, dass Sie der von mir mit Sorgfalt gepflegte und stetig erweiterte Bereich häufig gestellter Fragen dazu anregt, sich mit noch größerer Hingabe der Mediation zu widmen.
 
Zögern Sie nicht, sich bei zusätzlichen Unklarheiten oder Informationsbedarf über die angegebenen Kommunikationswege an mich zu wenden!

 

Begriff Definition
Ping Pong-Technik

Die Ping Pong-Technik ist eine Methode, die in verschiedenen Bereichen angewendet wird, um eine effektive und effiziente Kommunikation zu ermöglichen. Im Allgemeinen bezieht sich der Begriff auf eine Form der Kommunikation, bei der zwei oder mehr Parteien abwechselnd ihre Standpunkte, Meinungen oder Argumente austauschen. Diese Technik wird oft in der Mediation verwendet, um Konflikte zu lösen und eine Einigung zu erzielen.

Die Ping Pong-Technik in der Mediation
In der Mediation bezieht sich die Ping Pong-Technik auf die Art und Weise, wie die Kommunikation zwischen den Konfliktparteien gestaltet wird. Im Gegensatz zu einer Diskussion, bei der die Parteien versuchen, den anderen zu überzeugen oder zu überreden, wird bei der Ping Pong-Technik der Fokus auf das Verständnis der Standpunkte und Interessen der anderen Partei gelegt. Dies ermöglicht es den Parteien, ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche klarer zu kommunizieren und gleichzeitig die Perspektive und Sichtweise der anderen Partei zu verstehen.

Die Vorteile der Ping Pong-Technik in der Mediation
Die Ping Pong-Technik hat mehrere Vorteile in der Mediation. Einer der wichtigsten Vorteile ist, dass sie es den Parteien ermöglicht, aktiv zuzuhören und sich auf die Argumente und Standpunkte der anderen Partei zu konzentrieren. Dadurch wird die Kommunikation verbessert und Missverständnisse können vermieden werden. Die Parteien haben auch die Möglichkeit, ihre eigenen Gedanken und Gefühle auszudrücken, ohne unterbrochen zu werden. Dies schafft eine offene und respektvolle Gesprächsatmosphäre, die es den Parteien erleichtert, gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Ein Beispiel aus der Erbschaftsmediation
Oft gibt es unterschiedliche Vorstellungen darüber, wer welche Erbstücke oder Vermögenswerte erhalten soll. Durch die Anwendung der Ping Pong-Technik können die Parteien abwechselnd ihre Wünsche und Bedürfnisse äußern und die Gründe dafür erklären. Dadurch können Missverständnisse und Emotionen reduziert werden, was zu einer konstruktiven Lösungsfindung führt. Die Parteien können auch alternative Lösungsmöglichkeiten vorschlagen und gemeinsam eine faire und für beide Seiten akzeptable Lösung erarbeiten.

 

physische Selbst

Das physische Selbst bezieht sich auf den Körper einer Person, der aus verschiedenen Organen, Geweben und Zellen besteht. Es umfasst auch die Sinnesorgane, die für die Wahrnehmung der Umwelt und die Interaktion mit anderen Menschen von entscheidender Bedeutung sind. Das physische Selbst ist somit ein wesentlicher Bestandteil der menschlichen Identität und spielt eine wichtige Rolle in der Art und Weise, wie wir uns selbst und andere wahrnehmen.

Die Entwicklung des physischen Selbst
Das physische Selbst beginnt sich bereits im Mutterleib zu entwickeln. Während der Schwangerschaft wächst der Körper des Fötus und es bilden sich die Organe und Gewebe aus. Nach der Geburt setzt sich die Entwicklung fort, während das Kind lernt, seine Sinne zu nutzen und seine motorischen Fähigkeiten zu entwickeln. Im Laufe der Kindheit und Adoleszenz verändert sich der Körper weiter und erreicht schließlich die körperliche Reife im Erwachsenenalter.

Die Bedeutung des physischen Selbst
Das physische Selbst spielt eine entscheidende Rolle in unserem täglichen Leben. Es ermöglicht uns, unsere Umwelt wahrzunehmen, zu interagieren und unsere Bedürfnisse zu erfüllen. Ohne unseren Körper wären wir nicht in der Lage zu sehen, zu hören, zu riechen, zu schmecken oder zu berühren. Es ist auch der Träger unserer Gedanken, Emotionen und Handlungen, die alle auf unseren physischen Körper zurückzuführen sind.

Das physische Selbst und die Gesundheit
Die Gesundheit des physischen Selbst ist von entscheidender Bedeutung für unser Wohlbefinden. Ein gesunder Körper ermöglicht es uns, ein aktives und erfülltes Leben zu führen. Daher ist es wichtig, auf unseren Körper zu achten und ihn mit ausreichender Bewegung, einer ausgewogenen Ernährung und angemessener Ruhe zu pflegen. Eine vernachlässigte Gesundheit kann zu körperlichen Einschränkungen, Krankheiten und einem eingeschränkten Lebensstil führen.

Das physische Selbst und die Gesellschaft
Das physische Selbst spielt auch eine wichtige Rolle in der Gesellschaft. Das Aussehen und die körperlichen Merkmale einer Person können Einfluss auf die Wahrnehmung und das Verhalten anderer haben. Zum Beispiel kann ein attraktives Aussehen zu mehr Selbstvertrauen und positiveren sozialen Interaktionen führen. Auf der anderen Seite können körperliche Einschränkungen oder Behinderungen zu Vorurteilen und Diskriminierung führen.

Das physische Selbst und die Selbstwahrnehmung
Unser physisches Selbst hat auch einen Einfluss auf unsere Selbstwahrnehmung. Wie wir uns selbst sehen, hängt oft von unserem körperlichen Erscheinungsbild ab. Eine positive Einstellung zum eigenen Körper kann zu einem gesunden Selbstwertgefühl und einem positiven Selbstbild führen. Umgekehrt können negative Gedanken und Gefühle bezüglich des eigenen Körpers zu einem geringen Selbstwertgefühl und einem negativen Selbstbild führen.

Das physische Selbst und die Identität
Das physische Selbst ist auch ein wichtiger Bestandteil unserer Identität. Es ist ein Teil dessen, was uns einzigartig macht und unterscheidet. Unsere körperlichen Merkmale, wie Augenfarbe, Haarfarbe, Größe und Statur, können uns von anderen unterscheiden und uns helfen, uns selbst zu identifizieren. Daher kann eine Veränderung des physischen Selbst, zum Beispiel durch Krankheit oder Alter, auch Auswirkungen auf unsere Identität haben.

Physische Grenzen

Physische Grenzen sind die unsichtbaren Linien, die wir um uns herum ziehen, um unseren Körper und unseren persönlichen Raum zu schützen. Sie dienen als Schutzmechanismus, um uns vor unerwünschten Berührungen, Eindringlingen oder anderen Bedrohungen zu bewahren. Physische Grenzen können sich auf verschiedene Bereiche beziehen, wie beispielsweise die Berührung von Fremden, das Eindringen in unseren persönlichen Raum oder die Verletzung unserer körperlichen Grenzen durch andere Menschen.

Warum sind physische Grenzen wichtig?
Physische Grenzen sind wichtig, um unsere körperliche und emotionale Gesundheit zu schützen. Sie helfen uns dabei, unsere persönlichen Grenzen zu wahren und uns vor potenziell schädlichen Situationen zu schützen. Wenn wir unsere physischen Grenzen nicht respektieren oder sie von anderen nicht respektiert werden, kann dies zu körperlichem Unwohlsein, Angst, Stress und sogar Traumata führen.

Beispiele für physische Grenzen

  • Ein Beispiel für physische Grenzen ist die Berührung von Fremden. Viele Menschen haben eine natürliche Abneigung gegenüber Berührungen von Menschen, die sie nicht kennen oder denen sie nicht vertrauen. Dies ist eine Form der physischen Grenze, die dazu dient, unsere körperliche Integrität zu schützen. Wenn jemand diese Grenze überschreitet, kann dies zu Unbehagen oder sogar Angst führen.
  • Eine weitere Form der physischen Grenzen ist der persönliche Raum. Jeder Mensch hat einen individuellen Bereich um sich herum, den er als seinen persönlichen Raum betrachtet. Dieser Raum kann je nach Kultur, Persönlichkeit und Situation variieren, aber er dient als Schutzmechanismus, um uns vor unerwünschten Eindringlingen zu bewahren. Wenn jemand in unseren persönlichen Raum eindringt, kann dies zu Unbehagen oder sogar Wut führen.

Wie können wir unsere physischen Grenzen setzen?
Es ist wichtig, dass wir unsere physischen Grenzen kennen und sie aktiv setzen, um unsere körperliche und emotionale Gesundheit zu schützen. Hier sind einige Tipps, wie wir unsere physischen Grenzen setzen können:

  1. Kenne deine Grenzen
    Nimm dir Zeit, um deine persönlichen Grenzen zu erkennen und zu verstehen. Was fühlt sich für dich unangenehm an? Was möchtest du nicht zulassen?

  2. Kommuniziere deutlich
    Es ist wichtig, dass wir unsere Grenzen klar und deutlich kommunizieren. Wenn jemand deine physischen Grenzen überschreitet, sag es ihm direkt und bestimmt.

  3. Sei konsequent
    Es ist wichtig, dass wir unsere Grenzen konsequent setzen und durchsetzen. Wenn wir einmal nachgeben, kann dies dazu führen, dass unsere Grenzen in Zukunft nicht mehr respektiert werden.

  4. Vertraue deinem Instinkt
    Wenn du dich in einer Situation unwohl fühlst, vertraue deinem Instinkt und ziehe dich zurück. Es ist wichtig, dass wir auf unsere körperlichen Reaktionen achten und uns nicht dazu zwingen, in Situationen zu bleiben, die uns unwohl machen.

Zusammenfassung
Physische Grenzen schützen unseren Körper und persönlichen Raum vor ungewollten Berührungen und Eindringlingen. Sie sind wichtig für die körperliche und emotionale Gesundheit, da deren Missachtung Unbehagen, Stress und Trauma verursachen kann. Beispiele für physische Grenzen sind die Abneigung gegen Berührungen von Fremden und die Wahrung des persönlichen Raums. Um sie zu schützen, sollten wir unsere Grenzen kennen, klar kommunizieren, konsequent durchsetzen und auf unsere Instinkte vertrauen.

Phlegmatiker

Ein Phlegmatiker ist eine Person, die durch ihre Persönlichkeitsmerkmale gekennzeichnet ist. Der Begriff stammt aus der antiken Medizin und bezieht sich auf eine der vier Temperamentstypen, die von Hippokrates beschrieben wurden. Phlegmatiker sind in der Regel ruhig, ausgeglichen und gelassen. Sie neigen dazu, unabhängig von äußeren Einflüssen ihre Emotionen und Handlungen unter Kontrolle zu halten. Im Gegensatz zu anderen Temperamentstypen, wie zum Beispiel dem Choleriker oder dem Sanguiniker, sind Phlegmatiker weniger impulsiv und reagieren eher besonnen auf Situationen.

Allgemeine Merkmale eines Phlegmatikers
Phlegmatiker zeichnen sich durch bestimmte Verhaltensweisen und Eigenschaften aus, die sie von anderen Temperamentstypen unterscheiden. Sie sind in der Regel introvertiert und nachdenklich, was bedeutet, dass sie viel Zeit damit verbringen, über Dinge nachzudenken, bevor sie handeln. Sie bevorzugen eine ruhige und harmonische Umgebung und meiden Konflikte und Auseinandersetzungen. Phlegmatiker sind oft sehr geduldig und können gut zuhören. Sie sind auch sehr zuverlässig und vertrauenswürdig, da sie ihre Versprechen halten und ihre Verantwortung ernst nehmen.

Phlegmatiker in der Mediation
In der Mediation bezieht sich der Begriff Phlegmatiker auf eine Person, die an einem Konflikt beteiligt ist und bestimmte Verhaltensweisen und Eigenschaften aufweist, die typisch für einen Phlegmatiker sind. In der Mediation ist es wichtig, die verschiedenen Temperamentstypen zu erkennen und zu verstehen, um effektiv mit den Konfliktparteien arbeiten zu können. Ein Phlegmatiker kann eine wertvolle Rolle in der Mediation spielen, da er oder sie dazu neigt, ruhig und besonnen zu bleiben und somit dazu beitragen kann, die Situation zu entspannen.

Geduld und Ausgeglichenheit
Ein Phlegmatiker in der Mediation kann durch seine Geduld und Ausgeglichenheit dazu beitragen, dass die Konfliktparteien sich beruhigen und ihre Emotionen unter Kontrolle halten. Sie sind in der Regel gute Zuhörer und können die verschiedenen Standpunkte der Konfliktparteien verstehen und respektieren. Dadurch können sie dazu beitragen, dass die Kommunikation zwischen den Parteien verbessert wird und somit eine Grundlage für eine konstruktive Lösung des Konflikts geschaffen wird.

Vermeidung von Konflikten
Phlegmatiker neigen dazu, Konflikte zu meiden und sind nicht gerne in Auseinandersetzungen involviert. In der Mediation kann dies sowohl eine Stärke als auch eine Schwäche sein. Auf der einen Seite kann ein Phlegmatiker dazu beitragen, dass die Situation nicht eskaliert und somit die Konfliktparteien beruhigen. Auf der anderen Seite kann es schwierig sein, einen Phlegmatiker dazu zu bringen, seine Meinung oder Bedürfnisse deutlich auszudrücken. In der Mediation ist es daher wichtig, den Phlegmatiker zu ermutigen, seine Gedanken und Gefühle offen zu kommunizieren, um eine erfolgreiche Konfliktlösung zu erreichen.

Beispiel
Ein Ehepaar befindet sich in einer Mediation, um ihre Scheidung zu regeln. Der Ehemann ist ein Phlegmatiker und neigt dazu, Konflikte zu vermeiden. Er ist jedoch sehr geduldig und hört seiner Frau aufmerksam zu, wenn sie ihre Bedürfnisse und Wünsche äußert. Durch seine ruhige Art und seine Fähigkeit, zuzuhören, trägt er dazu bei, dass die Kommunikation zwischen ihm und seiner Frau verbessert wird. Dadurch können sie gemeinsam eine Lösung finden, die für beide Seiten akzeptabel ist.

Phasenverschiebung

Die Phasenverschiebung ist ein Begriff aus der Physik und beschreibt die zeitliche Verschiebung zwischen zwei periodischen Vorgängen oder Signalen. Sie ist ein Maß dafür, wie weit eine Schwingung oder Welle in Bezug auf eine andere verschoben ist. Die Phasenverschiebung wird in der Regel in Grad oder Radiant angegeben und kann sowohl positiv als auch negativ sein.

Phasenverschiebung in der Mediation

In der Mediation bezieht sich der Begriff der Phasenverschiebung auf die zeitliche Abfolge von Gesprächen und Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien. Es geht dabei um die unterschiedlichen Phasen, die durchlaufen werden, um eine Einigung zu erzielen. Diese Phasen können sich in ihrer Dauer und Intensität unterscheiden und somit zu einer Verschiebung in der zeitlichen Abfolge führen.

Die Phasen der Mediation

  1. Vorbereitungsphase
    In dieser Phase werden die Grundlagen für die Mediation geschaffen. Dazu gehört die Klärung des Konflikts, die Auswahl der Mediatorin oder des Mediators und die Festlegung der Rahmenbedingungen.
  2. Eröffnungsphase
    In der Eröffnungsphase werden die Konfliktparteien von der Mediatorin oder dem Mediator begrüßt und über den Ablauf der Mediation informiert. Es werden Regeln und Vereinbarungen für den Umgang miteinander festgelegt.
  3. Konfliktklärungsphase
    In dieser Phase geht es darum, die unterschiedlichen Sichtweisen und Bedürfnisse der Konfliktparteien zu verstehen und zu klären. Dabei werden auch Emotionen und Hintergründe der Konfliktparteien berücksichtigt.
  4. Lösungsphase
    In der Lösungsphase werden gemeinsam mit den Konfliktparteien verschiedene Lösungsmöglichkeiten erarbeitet und diskutiert. Dabei werden auch Kompromisse und Alternativen in Betracht gezogen.
  5. Abschlussphase
    In der Abschlussphase werden die getroffenen Vereinbarungen schriftlich festgehalten und von allen Parteien unterzeichnet. Es wird auch besprochen, wie die Umsetzung der Vereinbarungen überwacht werden kann.

Ein Beispiel für eine Phasenverschiebung in der Mediation könnte sein, dass eine Konfliktpartei in der Konfliktklärungsphase noch nicht bereit ist, über ihre Gefühle zu sprechen. Dadurch kann es zu einer Verzögerung in der zeitlichen Abfolge der Phasen kommen, da die Emotionen erst später angesprochen und geklärt werden können. Dies kann wiederum Auswirkungen auf die Dauer der Lösungsphase haben und somit zu einer Phasenverschiebung führen.

Phasenkonflikte

Eine Scheidung ist ein komplexer und oft emotional belastender Prozess, der nicht nur das Ende einer Ehe, sondern auch den Beginn eines neuen Lebensabschnitts für die betroffenen Personen bedeutet. In dieser Zeit können verschiedene Konflikte auftreten, die als Phasenkonflikte bezeichnet werden. Diese treten in den verschiedenen Phasen einer Scheidung auf und können den Ablauf und das Ergebnis des Scheidungsverfahrens beeinflussen.

  1. Trennungsphase:
    Die Trennung ist die erste Phase einer Scheidung und kann bereits mit Konflikten verbunden sein. Oftmals gibt es Uneinigkeiten über die Gründe der Trennung, den Zeitpunkt oder die Modalitäten der Trennung. Auch die Aufteilung des gemeinsamen Haushalts und die Betreuung gemeinsamer Kinder können zu Konflikten führen.
  2. Scheidungsantrag
    In dieser Phase wird der Scheidungsantrag bei Gericht eingereicht. Hier können Konflikte entstehen, wenn sich die Ehepartner nicht über die Scheidungsgründe einig sind oder wenn einer der Partner den Antrag nicht akzeptiert. Auch die finanziellen Aspekte, wie die Aufteilung des Vermögens und die Unterhaltszahlungen, können zu Konflikten führen.
  3. Scheidungsverfahren
    Während des Scheidungsverfahrens müssen oft wichtige Entscheidungen getroffen werden, wie beispielsweise die Regelung des Sorgerechts für gemeinsame Kinder oder die Aufteilung des Vermögens. Hier können Konflikte entstehen, wenn die Ehepartner unterschiedliche Vorstellungen haben oder nicht bereit sind, Zugeständnisse zu machen.
  4. Nach der Scheidung
    Auch nach der Scheidung können Phasenkonflikte auftreten. Oftmals gibt es Uneinigkeiten über die Umsetzung der getroffenen Entscheidungen, wie beispielsweise die Zahlung von Unterhalt oder die Regelung des Umgangsrechts mit den Kindern. Auch die Verarbeitung der Trennung und die Neuorganisation des eigenen Lebens können zu Konflikten führen.

Was bedeutet dies für die Mediation?
Die Mediation ist eine Form der Konfliktlösung, die bei Scheidungen immer häufiger eingesetzt wird. Sie bietet den Ehepartnern die Möglichkeit, ihre Konflikte in einem strukturierten und neutralen Rahmen zu lösen. Allerdings können Phasenkonflikte den Mediationsprozess erschweren und die Zusammenarbeit der Ehepartner beeinträchtigen.
Um Phasenkonflikte bei Scheidungen in der Mediation zu berücksichtigen, ist es wichtig, dass die Mediatoren über ein fundiertes Verständnis der verschiedenen Phasen einer Scheidung verfügen. Sie müssen in der Lage sein, die Emotionen und Bedürfnisse der Ehepartner zu erkennen und diese in den Mediationsprozess miteinzubeziehen.

Ein Beispiel:
Ein Ehepaar befindet sich in der Trennungsphase und ist sich uneinig über die Gründe der Trennung. Der Ehemann möchte die Scheidung aufgrund einer Affäre seiner Frau, während die Ehefrau die Trennung auf die mangelnde Kommunikation und Unterstützung ihres Mannes zurückführt. In diesem Fall kann es schwierig sein, eine gemeinsame Lösung zu finden, da die Ehepartner unterschiedliche Sichtweisen haben und möglicherweise auch Schuldzuweisungen vorbringen. Hier ist es die Aufgabe der Mediatoren, die Konflikte zu deeskalieren und die Ehepartner dazu zu bringen, ihre Bedürfnisse und Interessen zu kommunizieren, um gemeinsam eine Lösung zu finden.

Phasendifferenzrecherche

Eine Phasendifferenzrecherche ist eine Methode, die in verschiedenen Bereichen angewendet wird, um Informationen zu sammeln und zu analysieren. Sie basiert auf dem Konzept der Phasendifferenz, die sich auf die Unterschiede zwischen verschiedenen Phasen eines Prozesses oder einer Situation bezieht. Im Allgemeinen bezieht sich eine Phasendifferenzrecherche auf die systematische Untersuchung dieser Unterschiede, um ein besseres Verständnis von komplexen Zusammenhängen zu erlangen.

Die Phasendifferenzrecherche in der Mediation

Die Phasendifferenzrecherche ist auch ein wichtiges Instrument in der Mediation, einem Verfahren zur Konfliktlösung, bei dem eine neutrale dritte Partei die Kommunikation zwischen den Konfliktparteien erleichtert, um eine gemeinsame Lösung zu finden. In diesem Kontext bezieht sich die Phasendifferenzrecherche auf die Untersuchung der Unterschiede in den Wahrnehmungen, Bedürfnissen und Interessen der Konfliktparteien, um eine bessere Grundlage für die Verständigung und Zusammenarbeit zu schaffen.

Die Phasen der Phasendifferenzrecherche in der Mediation

Die Phasendifferenzrecherche in der Mediation kann in mehrere Schritte unterteilt werden:

  1. Identifikation der Phasen des Konflikts
    Der erste Schritt besteht darin, die verschiedenen Phasen des Konflikts zu identifizieren, in denen sich die Konfliktparteien befinden. Dies kann beispielsweise die Eskalationsphase, die Verhandlungsphase oder die Umsetzungsphase sein.

  2. Identifikation der Phasendifferenzen
    In dieser Phase werden die Unterschiede in den Wahrnehmungen, Bedürfnissen und Interessen der Konfliktparteien ermittelt. Dies kann durch Interviews, Fragebögen oder andere Methoden erfolgen.

  3. Analyse der Phasendifferenzen
    Die gesammelten Informationen werden nun analysiert, um die Ursachen der Phasendifferenzen zu verstehen und mögliche Lösungsansätze zu identifizieren.

  4. Kommunikation und Verständnis fördern
    In dieser Phase werden die Ergebnisse der Phasendifferenzrecherche den Konfliktparteien präsentiert, um ein besseres Verständnis für die Perspektive der anderen Partei zu schaffen und die Kommunikation zu verbessern.

  5. Entwicklung von Lösungen
    Auf der Grundlage der Ergebnisse der Phasendifferenzrecherche können nun gemeinsam Lösungen entwickelt werden, die den Bedürfnissen und Interessen beider Parteien gerecht werden.

  6. Umsetzung und Überprüfung
    Die entwickelten Lösungen werden nun in die Tat umgesetzt und regelmäßig überprüft, um sicherzustellen, dass sie die gewünschten Ergebnisse erzielen.

Beispiel für die Anwendung der Phasendifferenzrecherche in der Mediation
Zwei Nachbarn haben einen Konflikt über die Nutzung des gemeinsamen Gartens. Die Mediatorin identifiziert zunächst die Phasen des Konflikts, in denen sich die Nachbarn befinden, und stellt fest, dass sie sich in der Eskalationsphase befinden. Durch Interviews mit den Nachbarn ermittelt sie dann die Phasendifferenzen, z.B. dass einer der Nachbarn der Meinung ist, dass der andere den Garten zu oft nutzt, während der andere der Meinung ist, dass er das Recht dazu hat. Die Mediatorin analysiert diese Unterschiede und erkennt, dass es in Wirklichkeit um die unterschiedlichen Vorstellungen von Privatsphäre und Nutzung geht. Sie fördert dann die Kommunikation zwischen den Nachbarn und hilft ihnen, ein besseres Verständnis für die Perspektive des anderen zu entwickeln. Schließlich entwickeln sie gemeinsam eine Lösung, bei der bestimmte Zeiten für die Nutzung des Gartens festgelegt werden und die Privatsphäre beider Parteien respektiert wird.

Fazit
Die Phasendifferenzrecherche ist ein wichtiges Instrument in der Mediation, um Konflikte zu lösen und die Kommunikation zwischen den Konfliktparteien zu verbessern. Durch die systematische Untersuchung der Phasendifferenzen können die Ursachen von Konflikten besser verstanden und gemeinsame Lösungen entwickelt werden. Die Anwendung der Phasendifferenzrecherche erfordert jedoch eine sorgfältige Planung und Durchführung, um effektive Ergebnisse zu erzielen.

Phasen in der Mediation

Eine klassische Mediation folgt einer Struktur, die sich in fünf Mediationsphasen unterteilt. Die Phase 3 gilt dabei als Herzstück der Mediation und macht beispielsweise auch den Unterschied zu einer Schlichtung oder anderen Verfahren deutlich.

  • Phase 1
    In dieser Phase eröffnet der Mediator die Mediation und klärt die Medianden über den Mediationsablauf auf. Es werden Verhaltensregeln verhandelt und die Mediationsvereinbarung geschlossen. Der Mediator erklärt, dass er die Verantwortung für den Ablauf der Mediation trägt und nur dann in die Verhandlungen eingreift, wenn es notwendig ist.

  • Phase 2
    In dieser Phase werden die Sichtweisen und Themen zum Konflikt gesammelt. Der Mediator kann für die optische Darstellung auch ein Whiteboard oder Flipchart benutzen. Die Medianden erläutern ihre Standpunkte, während der Mediator Fragen stellt, zusammenfasst, umformuliert, hinterfragt oder spiegelt. Sinn und Zweck seiner Interventionen ist die Themenfindung. Die Medianden müssen verstehen, was der jeweils andere denkt und will.

  • Phase 3
    In dieser Mediationsphase werden die Interessen und Bedürfnisse der Medianden erklärt und erläutert. Was steckt hinter dem Konflikt? Es wird kommuniziert und diskutiert, welche Motive, Gefühle und Bedürfnisse sich hinter dem Konflikt verbergen. Interessen und Wünsche beider Medianden werden in den Gesprächen herausgearbeitet. Auch hier stellt der Mediator wieder Fragen, klärt Sachverhalte auf und leitet die Medianden in die direkte Kommunikation. Erst in dieser Phase „sprechen“ die Medianden wieder miteinander und nicht nur mit dem Mediator.

  • Phase 4
    In dieser Phase werden von den Medianden erste Lösungsoptionen erarbeitet. Sie suchen gemeinsam nach Möglichkeiten und Kompromissen, die den Konflikt beseitigen könnten. Diese Mediationsphase ähnelt einem Brainstorming, bei dem zunächst Vorschläge und Optionen gesammelt werden, die dann zur Diskussion stehen. Erst dann wird darüber gesprochen, welche Lösungsoptionen in die engere Wahl kommen und auch realisierbar sind. Es wird ein Konsens angestrebt, der in einer Win-Win-Situation für beide Medianden endet.

  • Phase 5
    In dieser Phase der Mediation wird die Konflikteinigung formuliert. Es wird eine Abschlussvereinbarung geschlossen und schriftlich festgehalten. Über den Inhalt der Vereinbarung entscheiden die Medianden selbst. Zum Mediationsende wird die Vereinbarung vorgelesen und von allen Parteien unterzeichnet.
Synonyme - Mediationsphasen
Phasen der Veränderung

Die Phasen der Veränderung wurden von dem amerikanischen Psychologen Dr. James Prochaska entwickelt. Er hat seine Forschung auf dem Gebiet der Verhaltensänderung durchgeführt und festgestellt, dass es bestimmte Muster gibt, die Menschen durchlaufen, wenn sie versuchen, ihr Verhalten zu ändern. Diese Muster können auf alle Arten von Veränderungen angewendet werden, sei es eine persönliche Veränderung, eine Veränderung in der Arbeitsumgebung oder eine Veränderung in der Gesellschaft.

Die Phasen der Veränderung sind nicht linear
Bevor wir uns mit den einzelnen Phasen befassen, ist es wichtig zu verstehen, dass die Phasen der Veränderung nicht linear sind. Das bedeutet, dass Menschen nicht unbedingt in einer bestimmten Reihenfolge durch alle Phasen gehen, sondern dass sie auch zwischen den Phasen hin und her springen können. Es ist auch möglich, dass jemand in einer bestimmten Phase stecken bleibt oder eine Phase überspringt. Jeder Mensch ist individuell und geht auf seine eigene Art und Weise mit Veränderungen um.

Die 6 Phasen der Veränderung

  1. Unbewusste Inkompetenz
    In dieser Phase ist sich eine Person nicht bewusst, dass sie ein Problem hat oder dass eine Veränderung notwendig ist. Sie ist sich nicht bewusst, dass es etwas gibt, das sie ändern müssen, und fühlt sich in ihrem Verhalten oder ihrer Situation wohl. Ein Beispiel hierfür könnte eine Person sein, die ungesund isst, aber sich nicht bewusst ist, dass dies zu gesundheitlichen Problemen führen kann.

  2. Bewusste Inkompetenz
    In dieser Phase wird sich eine Person bewusst, dass sie ein Problem hat oder dass eine Veränderung notwendig ist. Sie erkennt, dass ihr Verhalten oder ihre Situation nicht optimal ist und dass sie etwas ändern muss. Dies kann zu einem Gefühl der Frustration oder Unzufriedenheit führen. Ein Beispiel hierfür könnte eine Person sein, die erkennt, dass sie zu viel Zeit mit sozialen Medien verbringt und dadurch ihre Produktivität im Job beeinträchtigt wird.

  3. Vorbereitungsphase
    In dieser Phase beginnt eine Person, sich auf die Veränderung vorzubereiten. Sie fängt an, Informationen zu sammeln, sich über mögliche Lösungen zu informieren und Pläne zu machen, wie sie ihre Situation verbessern kann. Ein Beispiel hierfür könnte eine Person sein, die beschließt, ihre Ernährung umzustellen und sich über gesunde Ernährung informiert.

  4. Handlungsphase
    In dieser Phase setzt eine Person ihre Pläne in die Tat um und beginnt, ihr Verhalten oder ihre Situation zu ändern. Sie setzt sich konkrete Ziele und arbeitet aktiv daran, diese zu erreichen. Ein Beispiel hierfür könnte eine Person sein, die regelmäßig Sport treibt und sich gesund ernährt, um ihr Gewicht zu reduzieren.

  5. Erhaltungsphase
    In dieser Phase hat eine Person ihre Verhaltensänderung erfolgreich umgesetzt und arbeitet daran, sie aufrechtzuerhalten. Sie hat gelernt, mit möglichen Rückschlägen umzugehen und bleibt weiterhin motiviert, ihr neues Verhalten beizubehalten. Ein Beispiel hierfür könnte eine Person sein, die erfolgreich mit dem Rauchen aufgehört hat und weiterhin Strategien anwendet, um nicht rückfällig zu werden.

  6. Abschlussphase
    In dieser letzten Phase hat eine Person ihre Verhaltensänderung vollständig integriert und es ist zur Gewohnheit geworden. Sie hat ihr Ziel erreicht und ist zufrieden mit ihrer neuen Situation. Ein Beispiel hierfür könnte eine Person sein, die erfolgreich ihre Finanzen in den Griff bekommen hat und nun ein besseres Verständnis für ihre Ausgaben hat.

Phasen der Veränderung in der Mediation
In der Mediation beziehen sich Phasen der Veränderung auf den Prozess, den die Konfliktparteien durchlaufen, um eine Einigung zu erzielen und den Konflikt zu lösen. Dieser Prozess wird in der Regel in mehrere Stufen unterteilt, die jeweils bestimmte Merkmale und Herausforderungen aufweisen.

  • Vorbereitungsphase
    In dieser Phase entscheiden sich die Konfliktparteien, eine Mediation durchzuführen, um ihren Konflikt zu lösen. Sie treffen die Entscheidung, weil sie erkennen, dass sie ohne Hilfe keine Einigung erzielen können oder weil sie die Vorteile einer Mediation sehen. In dieser Phase werden die Konfliktparteien auch über den Ablauf und die Regeln der Mediation informiert.
    Beispiel
    Zwei Geschäftspartner haben einen Streit über die Aufteilung von Gewinnen. Sie entscheiden sich für eine Mediation, da sie erkennen, dass sie ohne Hilfe nicht zu einer Einigung kommen werden.

  • Eröffnungsphase
    In dieser Phase treffen die Konfliktparteien auf den Mediator und stellen sich gegenseitig vor. Der Mediator erklärt die Regeln und Ziele der Mediation und stellt sicher, dass alle Parteien bereit sind, den Konflikt zu lösen. Die Konfliktparteien haben auch die Möglichkeit, ihre Sichtweise des Konflikts darzulegen.
    Beispiel
    In der Eröffnungsphase einer Mediation zwischen den Geschäftspartnern teilen sie dem Mediator ihre Sichtweisen des Konflikts mit und erklären, welche Lösung sie sich wünschen.

  • Informationsphase
    In dieser Phase sammelt der Mediator Informationen über den Konflikt, indem er Fragen stellt und die Konfliktparteien dazu ermutigt, ihre Bedürfnisse und Interessen zu äußern. Die Konfliktparteien lernen auch die Perspektive der anderen Partei kennen und verstehen.
    Beispiel
    Der Mediator fragt die Geschäftspartner nach den Gründen für ihren Streit und welche Lösungen sie sich vorstellen. Er ermutigt sie auch, die Perspektive des anderen zu verstehen.

  • Verhandlungsphase
    In dieser Phase werden Lösungsmöglichkeiten entwickelt und diskutiert. Die Konfliktparteien versuchen, Kompromisse zu finden und eine Einigung zu erzielen. Der Mediator unterstützt sie dabei, eine für beide Seiten akzeptable Lösung zu finden.
    Beispiel
    Die Geschäftspartner diskutieren verschiedene Möglichkeiten, wie sie ihre Gewinne aufteilen können, und versuchen, eine Lösung zu finden, mit der beide zufrieden sind.

  • Abschlussphase
    In dieser letzten Phase wird eine Vereinbarung zwischen den Konfliktparteien getroffen. Der Mediator stellt sicher, dass alle Punkte der Vereinbarung klar und eindeutig sind und dass die Parteien sich an die getroffenen Vereinbarungen halten werden.
    Beispiel
    Die Geschäftspartner einigen sich auf eine Aufteilung der Gewinne und unterschreiben eine Vereinbarung, die sie an die getroffenen Entscheidungen bindet.

 

Zusammenfassung
Die Veränderungsphasen nach Dr. James Prochaska sind ein Modell der Verhaltensänderung, das in verschiedenen Kontexten angewendet werden kann und nicht linear verläuft. Menschen durchlaufen sechs Phasen: Unbewusste Inkompetenz, Bewusste Inkompetenz, Vorbereitungsphase, Handlungsphase, Erhaltungsphase und Abschlussphase. In jeder Phase hat die Person unterschiedliche Herausforderungen zu bewältigen und benötigt individuelle Strategien. Dieses Modell findet auch Anwendung in der Mediation, wo es die Schritte beschreibt, die Konfliktparteien nehmen, um zu einer Einigung zu gelangen.

Synonyme - Veränderungsphasen
Phänomenologie

Die Phänomenologie ist eine philosophische Strömung, die sich mit der Erforschung und Beschreibung von Phänomenen beschäftigt. Sie wurde im frühen 20. Jahrhundert von Edmund Husserl entwickelt und hat seitdem viele bedeutende Denker wie Martin Heidegger, Jean-Paul Sartre und Maurice Merleau-Ponty beeinflusst. Der Begriff "Phänomenologie" stammt aus dem Griechischen und setzt sich aus den Wörtern "phainómenon" (Erscheinung) und "logos" (Lehre) zusammen. In der Phänomenologie geht es darum, die Welt und unsere Erfahrungen in ihr zu verstehen, indem man sich auf die direkte Wahrnehmung und Beschreibung von Phänomenen konzentriert, anstatt auf vorgefasste Annahmen oder Theorien.

Phänomenologie in der Mediation

Phänomenologie in der Mediation bedeutet, dass der Mediator sich auf die unmittelbare Wahrnehmung und Beschreibung der Konfliktparteien konzentriert, anstatt vorgefasste Annahmen oder Bewertungen zu haben. Es geht darum, die subjektive Sichtweise der Beteiligten zu verstehen und nicht um die objektive Wahrheit. Der Mediator versucht, die Wahrnehmungen und Erfahrungen der Konfliktparteien zu spiegeln und zu validieren, um ein tieferes Verständnis für den Konflikt und die Bedürfnisse der Beteiligten zu erlangen.

Beispiel aus der Familienmediation
Eine Familie befindet sich in einem Konflikt über die Aufteilung des Erbes nach dem Tod des Großvaters. Die beiden Söhne des Verstorbenen haben unterschiedliche Vorstellungen darüber, wie das Erbe aufgeteilt werden soll. Der Mediator wendet die phänomenologische Methode an, indem er die beiden Söhne dazu ermutigt, ihre Sichtweisen und Gefühle bezüglich des Erbes ausführlich zu beschreiben, ohne sie zu bewerten oder zu beurteilen. Er hört aufmerksam zu und spiegelt die Wahrnehmungen und Emotionen der Söhne wider. Dadurch können die Söhne einander besser verstehen und erkennen, dass ihre unterschiedlichen Perspektiven auf die Situation auf ihren individuellen Erfahrungen und Bedürfnissen basieren. Dies ermöglicht es ihnen, gemeinsam nach einer Lösung zu suchen, die für beide Seiten akzeptabel ist.

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